Das Burenhochland. j ^ ^
Während in den westlichen Teilen der Oranjehochfläche und in der Großen Karra die Karrusteppe vollständig dominiert, beginnt in der Oranjekolonie ein deutlicher Wechsel einzutreten. Die Heide wird nämlich allmählich durch Gras flächen verdrängt, welche die mittleren und vor allem nordöstlichen Teile des alten Freistaates einnehmen und jenseits des Vaalflusses in das Hochfeld (Hoogeveld) Südtransvaals übergehen. In diesen Grassteppen gibt es nur wenige und spärliche Akazien, die an feuchten Stellen in den Flußbetten gedeihen. Wie wir bereits sahen, ist die Karrusteppe gegen das Grasland hin unausgesetzt im Vordringen begriffen, und zwar unterstützt der Mensch diesen Prozeß wesentlich. Denn für die Schaf- und Ziegenzucht bietet die Heide bessere Bedingungen als die Grasländer.
In dem Bassutoland wird die Vegetation im Hochgebirge außerordentlich spärlich und die hohen Berge und Hochtäler jenes unwegsamen Gebirgslandes sind meist kahle, steinige Hochge- birgswüsten und völlig unbewohnt.
Das Transvaalhochland.
Jenseits des Vaal und Tugela entwickelt sich allmählich ein Land mit einem abweichenden Charakter. Diese Wandlung wird bedingt durch die Änderung des geologischen Baues und damit der Oberflächengestaltung, sowie durch Zunahme der Niederschläge. Die Grenzen des Transvaalhochlandes lassen sich in folgender Weise bestimmen: Im Osten bildet die lange Kette der Lebombo- berge eine scharfe Grenze gegen das Küstenvorland, im NO., N. ünd NW. folgt sie dem Limpopo und fernerhin dem Notwane, der auf dem Westabhang des Witwatersrandes entspringt. Von da aus könnte man dem Hartsfluß bis zu seiner Mündung in den Vaal folgen. Dieses so begrenzte Gebiet zerfällt in zwei gut unterschiedene Regionen, das Stufenland und die Hochebene.
i. Das Stufenland. Von Natal aus setzt sich im Sululand anfangs noch die Decke der Karruschichten fort und bedingt den Plateaucharakter der Berge. Infolge des wachsenden Regenreichtums sind aber die horizontal gelagerten Schichten durch zahllose Schluchten zerrissen und in den Tälern treten die Swasischichten zutage, welche dort Goldquarzgänge enthalten. Jenseits des Mkusiflusses gelangen die Swasischichten vollständig an die Oberfläche und bilden ein Berg- und Hügelland, das von zahllosen Tälern und
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Passarge, Südafrika.