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Südafrika : eine Landes-, Volks- und Wirtschaftskunde ; mit 47 Abb. auf Taf., 34 Karten u. zahlr. Profilen / von Siegfried Passarge
Entstehung
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Das Burenhochland. j t ^

Limpopo nur 200300 m Meereshöhe besitzt. Das ganze Gebiet erhält reichlich Sommerregen (7501000 mm, Komatipoort 756 mm, Letaba 759 mm) und ist infolgedessen mit einer ziemlich reichen tropischen Flora bedeckt, die Buschwald- und Savannencharakter besitzt.

Das Klima ist recht ungesund. Die Tsetsefliege herrscht in dem größten Teile des Landes; infolgedessen ist das Stufen­land, da man nicht mit dem Ochsenwagen reisen kann, von Jägern auch verhältnismäßig wenig besucht worden und der Tierreichtum immer noch ein großer. Selbst Löwen und Büffel scheinen noch in Menge vorhanden zu sein. Die Flüsse sind zahlreich und führen durchweg Wasser, auch während der Trockenzeit, sind daher vielfach tief in das Gebirge eingeschnitten. Die kürzeren entspringen auf dem Rande des Hochplateaus, wie z. B. der Mkusi, Pöngola, Letaba u. a. Die größeren aber, wie Komati und Olifant entspringen weit im Innern auf demHoogeveld" und durch­brechen das Randgebirge.

2. Das Hochland. Die Hochfläche von Transvaal zerfällt in drei von Süden nach Norden aufeinanderfolgende Regionen:

a) Das Hochland von Südtransvaal,

b) das Lydenburger Bergland mit dem Buschfeld,

c) das Bergland von Nordtransvaal.

a) Das Hochland von Südtransvaal.

Die Oranjehochebene setzt sich mit gleichbleibendem phy- siognomischen Charakter nach Norden fort. Auch der geo­logische Charakter bleibt anfangs unverändert, indem flach ge­lagerte Schichten der Karruformation eine wellige Hochebene bilden, die nahezu ausschließlich mit Gras bewachsen ist. Die Meereshöhe nimmt noch zu, so daß sie in Ermelo und Carolina 18001900 m beträgt. Die Hochfläche ist das eigentliche Hooge­veld der Buren. Sie geht anscheinend unmittelbar bis an den Rand des Hochplateau nach Osten heran und stürzt dann steil und unver­mittelt zum Stufenlande ab. So entsteht die schwer passierbare Mauer der Drakensberge.

Wenn wir uns nach Westen begeben, beginnen allmählich langgezogene west-östlich streichende Bergketten, die, obwohl nur niedrig, in dem flachen Grasland doch auf weite Entfernungen sichtbar sind. Nördlich des Vaal erheben sich der Zuiker-Busch- rand und der Gatsrand. Noch weiter nördlich folgen der Wit-