Von 1648 bis 1806.
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gerviehweide durch > die Hempstraße über Walle nach der Burg einzuschlagen. Am IN. Aug. wurden die Wachen aus dem Wall zum erstenmal von der Bürgerschaft besetzt. — Nach dem Rückzuge der alliirtcn Armee (welche aus 40,000 Hannoveranern, Braunschweigern, Gothaern und Bückcburgern bestand) bis Bremervörde, als Folge der unter Anführung des Herzogs von Cumberland bey Hastenbeck, unweit Hameln verlornen Schlacht, erschien von dem nachfolgenden französischen Heere des neuen Befehlshabers, des Marschalls Herzogs von Richelieu, am 29. Aug. eine Abtheilung von 8006 Mann, befehligt von dem Marechal de Camp, dem Marquis d'Armcntiers, unerwartet vor Bremen und lagerte sich auf dem hastedcr und schwachhauscr Felde. Dem Gesuche dieses Generals, „daß ihm und seinen Truppen die Stadtthore geöffnet werden möchten, um das in der Stadt befindliche kurhannöverische Eigenthum in Besitz zu nehmen," ward nach geschehener Unterhandlung in so weit entsprochen, daß das Steinthor, das Osterthor und das königliche Palatium, welches zum Hauptquartier diente, von den Franzosen durch eine Grenadiercompagnie besetzt wurde, und die übrigen, aus 2 Kürassier - und 4 Infanterie-Regimentern bestehenden Truppen, welche 20 schwere Batteriestücke mit sich führten, unter aufgeschlagenen Zelten campirtcn. Am 2. Sept. wurde das Lager nach dem Waller- und gröpelinger Felde verlegt, die französische Wache verließ das Osterund Steinthor, und bezog dagegen das Stephanithor. Am 12. Sept. wurde von den Hannoveranern, der am 8. Sept. zu Kloster Zeven ch geschlossenen Convention
i) Nach der auf dem Amthause daselbst geschehenen Ueberein-