Teil eines Werkes 
Theil 3 (1833) Chronik der Hansestadt Bremen
Entstehung
Seite
300
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Sechster Abschnitt.

Vom westfälischen Frieden bis zur Auflö­sung des deutschen Reichs. 16481806.

Au der am 14. Oct. 1648 zu Münster Unterzeichne­ten, den dreißigjährigen Krieg schließenden Friedenshand­lung war von dem Mainzischen Directorium auch die kaiserliche freye Reichsstadt Bremen eingeladen. Die sich daselbst eingefundenen Abgeordneten der Stadt, die Rathsherren Liborius von Liene und Gerhard Koch, nebst dem Syndicus Zoh. Wachmann, wohnten zwar der Friedensunterhandlung bey, Unterzeichneten aber das Frie­densinstrument absichtlich nicht, und legten die ihnen von dem Kurmainzischen Kanzler Reigensberg zur Un­terschrift dargebotene Feder ungebraucht nieder, weil dem Frieden, wie oben bemerkt, der oldenburgische Zoll einverleibt und von Bremen dagegen Protestation ein­gelegt war.

Am 20. Zun. erhielten die Korbmacher ihre Amtsrolle.

1640, am 18. Febr. wurde des so lang erwünsch­ten Friedens wegen, nach der am 8. Febr. geschehenen Auswechselung der Ratificationen, ein Dank- und Freu­denfest in der Stadt und deren Gebiet gehalten und am Abend, nach vollendetem Gottesdienst, sind die Kanonen aus dem Walle gelöset.