252 Fünfcer Abschnitt.
theidigungsbündniß gegen die katholischen Stande, unter Leitung des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen und des Landgrafen Philipp von Hessen geschlossen worden, dem auch Bremen mit Lübeck und Hamburg bey- getreten war. Gegen diesen Verein war der, von den katholischen Standen 1538 zu Nürnberg zu Stande gebrachte sogenannte heilige Bund gerichtet. Hierauf gestützt, beabsichtigte Karl V. jetzt nichts weniger, als die protestantischen Bundesverwandten nun zu zwingen, das 1543 zu Trident begonnene Concil zu beschicken; der ferneren Verbreitung der evangelischen Lehre, so wie der Einziehung der geistlichen Güter entgegen zu wirken; und die ihm durch den schmalkaldischen Bund zu mächtig gewordenen protestantischen Fürsten und Städte zu demüthigcn. Die ihm zuvorgekommencn, mit einer großen Hccrcsmacht nach Oberdeutschland sich gewandten Verbündeten, waren zu großen Erwartungen in Hinsicht des Erfolgs dieses Unternehmens berechtiget, und es ist um so mehr zu beklagen, daß dasselbe an dem Mangel an Klugheit, Geistesgegenwart und Einigkeit der eifersüchtigen Oberhäupter scheitern, besonders aber auch durch des Herzogs Moritz von Sachsen, am 19. Junl zu Regensburg mit dem Kaiser geschlossene Verbindung vereitelt werden mußte. Um dem Kurfürsten jegliche Unterstützung aus Wcstphalen und Niedersachsen zu entziehen, ertheilte der Kaiser seinem Obersten Jobst von Cröningen, Statthalter von Seeland, den Befehl, von den Niederlanden aus Westphalen und Niedersachsen zu besetzen, und Bremen besonders zu züchtigen, wozu der Erzbischof Christoph den Kaiser vorzüglich bewog. 1541 nach geschehener Einnahme von Teklenburg, Osnabrück