Teil eines Werkes 
Theil 3 (1833) Chronik der Hansestadt Bremen
Entstehung
Seite
223
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Won 1495 bis 1648.

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geführt wurde, wo ihm berauschte Bauern das Todes- urtheil fallen und den Unglücklichen, am II. Decemb. 1524, unter den vorangegangcnen gräßlichsten Martern, dem Feuertode weihen mußten ^).

Des verschwenderischen, mit Schulden schwer be­lasteten Erzbischofs Versuch, von der Stadt Bremen eine Summe von nicht weniger denn 25,000 Goldgulden zu erpressen, fand keine geneigte Aufnahme bey den sich gegen ihn in Bertheidigungsstand setzenden Bürgern, die zu dem Zwecke schon 1523 das vor dem Osterthore auf dem Paulsberg befindliche, seiner Lage wegen die Sicherheit der Stadt gefährdende Paulinerkloster ge­schleift hatten 2), und nun 1524 aus gleichem Grunde mit den in der Ansgarii Vorstadt befindlichen beyden Kapellen 8t. Niillmolis 2) und 8t. Innimis Auili, (auch die Kaufmanns-Kirche genannt,)§) eben so verfuhren; auch die Befestigung der Stadt von allen Seiten, na­mentlich durch Erbauung der Wichelburg 6) vermehrten. Mit seinen, aus dem wurster Kriege noch in Sold be­haltenen Landsknechten, versuchte der Erzbischof den Zug gegen Bremen durch das Vieland, dessen Bewohner, im Verein mit einigen bremer Bürgern sich widersetzten

1) Nenner b. d. I. Vilicli. cliron. 185. klulllii Oi88tzrtLtiones Iiintorico - tksologicas. Lilias 1715. p. 401. 8e<u Neoco- rus. übers, v. Dahlmann II. S. 7 30. Bolten III. 236.

2) II. Th. 219225.

2) I. Th. 316, 317.

P Roller 11. 370 nimmt hier zwey Kapellen an, da es doch nach vllicll 187, 188, nur Eine Kapelle war, mit dem an­geführten doppelten Namen.

6) II. Th. 178, 179.