Spengler - Denkmalpflege am Klinikum Mitte - Entwicklung des Klinikgeländes
Ehemaliges Großes Krankenhaus, sogenannte Alte HNO-Klinik
neren Strukturen galten bis ins 20. Jahrhundert als vorbildlich für den Krankenhausbau.
Im Jahre 1980 beschloss der Senat nach Eingaben, Interventionen, Beiratsbeschlüssen und nicht zuletzt Protesten aus der Bevölkerung, das Gebäude zu erhalten und nicht als Standort für den Ersatzneubau der Frauenklinik zu opfern. Es konnte in unmittelbarer Nähe der »Alten HNO« letztendlich doch noch ein Standort für den Neubau gefunden werden, der Ende 1985 bezogen wurde. Ende 1984 gründete sich der Förderverein »Allgemeines Bremer Krankenhaus von 1851«. Dieser hatte laut Satzung die Aufgaben, sich für den Erhalt des Gebäudes und die Belange der Denkmalpflege einzusetzen, Mittel für die Durchführung von Instandsetzungsarbeiten einzuwerben und bei der Suche für eine zukünftige Nutzung des Gebäudes mitzuwirken. Ab 1987 konnten von der Stiftung Wohnliche Stadt, vom Bund, von der Sparkasse und vom Krankenhaus Mittel von insgesamt 550.000 DM eingeworben werden. Von diesen Geldern wurden reine Instandsetzungs
arbeiten, die allein dem Zweck der Sicherung der Bausubstanz dienten, am Dach und an der Fassade und soweit erforderlich im Inneren durchgeführt. Außerdem wurden alle Fenster erneuert.
Zu diesem Zeitpunkt war über die zukünftige Nutzung noch nichts entschieden. Nachdem für den medizinischen Betrieb in der Alten HNO-Klinik und für den Neubau der Frauenklinik an anderen Stellen Ersatz gefunden worden war, bestand im Bereich der medizinischen Versorgung kein Bedarf mehr für das Gebäude. Die Suche nach einer geeigneten Nutzung, in die auch die Klinikverwaltung und Vertreter der Gesundheitsbehörde eingebunden wurden, gestaltete sich äußerst schwierig. Nachdem 1996 wieder über einen Abriss nachgedacht worden war, weil das Krankenhaus keine adäquate Nutzung fand und potenzielle Interessenten eher Konzepte verfolgt hatten, die nur mit einem Abriss des Gebäudes hätten realisiert werden können, erfolgte noch im gleichen Jahr die Unterschutzstellung als Baudenkmal. Im Jahr
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