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Die Engelswiege : aus der geschriebenen Chronica des D. Bernardus Fabritius bremischen Bürgers / mitget. von Bernhardine Schulze-Smidt. Zeichn. von Margarethe von Reinken
Entstehung
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DRITTES STÜCK

Mit vorausgenommener permissio ein submissestes Zwischen- wörtlein des Chronisten an den wohlgeneigten Leser.

da dorten das geringe Volks, gleich einer unwissenden Schafheerde vorm Gewittern, bänglichst den Odem an sich hielt, und die gelahrten Doctores sowie des Hohen Rathes Wittheit einander befragten:was für einen jähen Schwall läßt D. Lutheri Aufbegehren wider Papst, Bann und Ablaß hieher zu uns fluthen und übers Ufer hereinschlagen in unsere bischöfliche, bremische Stadt benebst deren Umlanden?" Und begann ein mächtiger Sturm zu brausen in den oberen Lüften mit Flammen­zeichen und erschrecklichen Mirakeln, und ward daraus ein groß Hin­wegreißen dessen, das bis dato bestanden. Ward auch dieser Chronika unterthänigster Abfasser von seinem Pröpsten Francisco Grambecken

er diese Chronika aus den Bremischen Landen abfäßt und erfreut sich \ daran, vorbegonnene Historia eines 1 liebenswürdigen, jungfräulichen Kin­des benebst dessen wohlachtbaren I Eltern hineinzuwirken, ist in seinen / Jünglingsjahren selbsten der grauen ' Mönche einer gewesen, und ward er von Monnikenhude gen Bremen be­rufen, in ein geistlich Amt. Eben,

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