Abschied.
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Wenn ick aber zurückdachte an die Zeiten, in denen ich diese Insten znm ersten Male sah, an die ersten Monate des Ringens und Kämpfens nnd wenn ich dann Vergleiche mit der gegenwärtigen Zeit anstellte, so kennte ich mir sagen, daß in wenigen Jahren unendlich viel erreicht und Großes geschaffen worden sei. —
schwer ist gerungen werden, nnd vielleicht stellen dem Schutzgebiete auch nech schwere Zeiten bevor; aber ich bin gewiß, daß dieses Land, das ich wie eine zweite deutsche Heimat liebe, eine Zukunft voll Glück nnd Segen haben wird, wenn nur alle, die dort arbeiten und kämpfen, treu und fest zusammenstellen, wenn sie Pflug und Schwert nicht rosten lassen nnd am Tage der Gefahr sich um des Deutschen Reiches Sturmfahne scharen, stets eingedenk jener berrlick,en Worte aus dem „Hoben Liede der Deutschen":
„Deutschland, Deutschland über Alles, über Alles in der Welt!"
Kapstadt. — Im Vrange-Freistaat. — Iobaiiiiesburg und Prätoria. — An der Delagaa- Bai. — Beira und Mo?ainbique. — In Ilcutsch-Gstafrika. — Zanzibar. — Über Aden
nach Neapel.
, Saldanha-Bai; bald darauf kam der Tafelberg in Sicht, nnd wir dampften an der traurigen Robben-Insel vorbei in das ^ Hafenbecken Üapstadts. Unsere Reise war ziemlich vom Wetter begünstigt verlaufen, aber wir waren doch in dem seetüchtigen, kleinen Schiffe ordentlich umhergeworfen worden, denn die Dünung in diesen Meeresteilen ist meist eine bobe. Um so froher stimmte uns die Aussicht, bald festen Boden unter den Füßen zu liaben, und die reichhaltigsten Programme für die nächsten Tage wurden entworfen nnd erörtert. Die Reisegesellschaft bestand aus Frau nnd Fräulein Bvhm, Herrn Carl Weiß, den Lieutenants Cggers nnd v. Lewinski, dem Boeren Fannn Bürgers, dem Farmer v. Schnitz und mir, und mit Ausnahme der Damen, die üapstadt
Schwabe. Mit Schwert und Pflng in Teutsch-Südwestafrika. 21
Olftes Kapitel.
Heimwärts!
^ IN sechsten Tage unserer Fahrt sahen wir Land in der Nähe der