Gesundheitsdienst.
IOI
111. Medizinen der Eingeborenen.
Aufgestellt von Oberarzt Dr. Schulz, Kilimatinde.
A. Wanyamwezi.
i. Gegen Biß der Speischlange. Rinde von einem Baum, der »Mtumba« genannt wird. Die pulverisierte Rinde wird in die Nase gesteckt und der Betreffende zum Niesen veranlaßt. Das Gift soll dann den Körper verlassen.
Die nachfolgenden Medizinen 2 — 15 werden sämtlich gegen Schlangenbiß angewandt. Die Wurzeln werden zu Asche verbrannt, welche mit Hammelfett verrieben wird. Die Mischung wird teils innerlich genommen, teils auf die Bißwunde aufgelegt:
2.
Name der Pflanze:
Igombe.
3 -
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Miniankali.
4 -
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Tundulu.
5 -
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Lunguangwa.
6.
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Mbelembele.
7 -
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Kandagazi.
8.
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Budika.
9 -
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Mutute.
IO.
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Mulugala.
11.
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Mweza.
12.
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Mutulu.
13 -
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Mtula.
14.
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Mpanda.
15 -
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Mtuto.
16. Wurzel einer Pflanze, die »Sugululu« genannt wird. Die Wurzel wird gestampft, dann ein Aufguß bereitet, der innerlich genommen wird. Wirkt alsBrech - und Abführmittel.
17. Wurzel von »Kaniola«. Wurzel wird zu Mehl verstampft. Angewandt bei Syphilis und Framboesie. Teils äußerlich angewandt, teils innerlich mit Mehlbrei vermischt.
18. Wurzel von einem »Mswaga« genannten Baum. Die Wurzel wird gestampft, mit Wasser gemengt. Die Mischung wird mit der Hand ausgepreßt und die ausgepreßte Flüssigkeit bei Dysenterie innerlich genommen.
19- Wurzel von einer »Mulando« genannten Pflanze. Die Wurzel wird im Feuer gedörrt und dann zu Mehl verrieben. Bei