Zeitschriftenband 
Bd. 1 (1912) Geschichtliche Darstellung : mit zahlr. Abb., 4 Taf. u. e. Faksimiledr.
Entstehung
Seite
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IV. Vom Beginn neuer schwerer Kämpfe mit der Regierung und der Oeffentlichkeit, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, bis 31. März 1910.

Mit dem Ausgans des Rechnungsjahres 1904/05 schien es, als ob 1905/06 nicht nur die ertragreiche Zeit für die Gesellschaft begonnen hätte, sondern als ob auch endlich die schweren Meinungsverschiedenheiten zwischen den Behörden und der Gesellschaft über grundlegende Fragen: Landbesitz und Berggerechtsame, zu einem gedeihlichen Ende gekommen wären, der beiden Teilen das Mass von Rechtssicherheit und Bewegungs­freiheit gewährte, ohne das nun einmal eine nutzbringende Tätigkeit für beide Teile nicht möglich ist. Aber es kam anders. Die neuen Angriffe gegen den scheinbar doch gewährleisteten Besitzstand der Gesellschaft, die im Sommer 1905 anlmben, waren so schwer und in solchem Masse den ganzen Bestand der Gesellschaft gefährdend, dass ihnen gegenüber die bisherigen Kämpfe nur unbedeutende Vorpostcnplänkeleien darstellen, wäh­rend die eigentliche Schlacht, bei der es um Sein und Nichtsein ging, erst jetzt begann.

Es macht nicht den Eindruck, als ob der Vorstand und wohl auch der Aufsichtsrat gleich von Beginn die Tragweite dieser neuen Angriffe richtig eingeschätzt hätte; sonst hätte er wohl nicht glauben können, durch weitgehende Nachgiebigkeit, also ein freiwilliges Räumen der vorgeschobe­nen Positionen, welche die Hauptstellung deckten, den drohenden Sturm beschwören zu können. So kam es, wie es kommen musste: der Angreifer besetzte sofort die freigewordenen Stellungen und benutzte sie seinerseits als vorgeschobene Werke, die dem Sturm auf die Hauptstellung erst die. wirksamen Stützpunkte und Rückendeckung sicherten.

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