111 . DieTätigkeit der Gesellschaft in der Zeit von Ende 1893 bis 1905, dem Beginn schwerer Kämpfe mit der Regierung und der Oeffentlichkeit um den Besitz der Gesellschaft.
Die ersten 9 Jahre der Tätigkeit der Gesellschaft kann man als die „Lehrjahre“ in der kolonialen Betätigung für die Gesellschaft sowohl als für das Reich betrachten. Sie standen unter dem Zeichen der „Herrschaft der Eingeborenen“, und alle Unternehmungen mussten von dem gutwilligen Einverständnis der Eingeborenen ausgehen; denn nicht deutsche Machtentfaltung und deutsche Rechtsanschauung waren massgabend, sondern die wechselnde Macht der eingeborenen Stämme und ihrer Häuptlinge und die oft recht willkürlich angewandten Rechtsbegriffe der Eingeborenen. Das Gesamtergebnis war dementsprechend; um den Wortlaut des Jahresberichts für 1894/95 anzuführen, die aus einem Rückblick die Schlusssumme zieht: „Während unsere Gesellschaft, wie aus dem Vorstehenden erhellt, in den ersten neun Jahren ihres Bestehens mit den grössten Schwierigkeiten zu kämpfen und fast nur Enttäuschungen und Verluste zu verzeichnen hatte, ist im zehnten Geschäftsjahre eine gewisse Wendung zum Besseren eingetreten.“
Diese Wendung zum Besseren ist in erster Linie herbeigeführt durch die Niederwerfung Hendrik Witboois und die Schaffung einer eigenen, von England unabhängigen Eingangspforte zu dem mittleren Teil des Schutzgebietes, das die Stelle der ersten Entwickelung deutschen Lebens auf breiterer Grundlage war, dem ersten deutschen Siedelungsgebiet.
Mit der Niederwerfung Hendriks, dem bedeutendsten Vertreter der eingeborenen Machtgewalt, wurde an Stelle unberechenbarer Eingeborenenwillkür für deutsche Ordnung und deutsches Gesetz die Stätte bereitet; und