44
Nur anhangsweise sei hier noch verzeichnet, daß sich auch zwei Froscharten (ovisnme) vorfinden, deren größte, der Ochsenfrosch, etwa 20 em lang, sich zur Regenzeit in den Teichen und Tümpeln aufhält.
Insekten.
Ein ganz außerordentlich zahlreiches und im Vergleich zu den übrigen am meisten bevölkertes Reich ist das der Insekten, deren vollständige Aufzählung dem Laien natürlich eine Unmöglichkeit ist. Nur die wichtigsten sollen in ungefährer zoologischer Anordnung im folgenden aufgezählt werden. Wir beginnen mit dem bekannten Vorbilde des Fleißes und der Ordnung, mit den Bienen. Es gibt deren zwei Arten, deren eine ihre Wohnung in Erdlöcher und hohle Bäume hineinbaut; sie ist die kleinere; die andere bringt ihre Wohnung in Felseuspalten an. Ihr gefährlichster Feind ist der Bienen- tiger (onA'usscmsouitsi), ein kleines, der Biene sehr ähnlich sehendes Insekt; es verfolgt die Biene im Felde bis au ihren Bau, setzt sich vor die Öffnung desselben, fängt mit blitzartiger Schnelligkeit jedes heraus- oder hinein- schlüpfende Tier, trägt es auf einen Baum, saugt es aus und läßt es dann zur Erde fallen. Ich habe oft beobachtet, wie solch ein Bienentiger in fünf Minuten auf diese Weise wohl 25 Bienen tötete. Er ist sogar imstande, einen ganzen Schwärm zu vernichten.
Während die Biene ein ziemlich harmloses Tier ist, bringt dagegen die Wespe, die in mehreren Arten auftritt, denz Menschen nicht selten gefährliche Stiche bei. Auch ihre Arten unterscheiden sich schon äußerlich durch den verschiedenen Bau der Nester. Die gefährlichste unter ihnen, die kiiAOUAUU. hängt ihre wabenartigen, mit langen Röhrchen versehenen weißen Nester an Bäumen und Balken auf. Wehe dem, der unversehens daran vorbeistreicht und sich nicht durch schleunigste Flucht der gefährlichen Verfolgerin entzieht. Er wird unfehlbar einen Stich erhalten, der das ganze Gesicht heftig aufschwellen läßt, so daß es erst nach Tagen wieder sein gewöhnliches Aussehen erhält. Auch der Stich der schwarzen Wespe (ouckri.iickuM) ist giftig; außerdem schleudert sie ihr Gift im Fliegen aus den Menschen. Ihre Nester sind kreisrund aus Lehm gebaut, mit vielen Röhrchen versehen und an die Wände der Mauern befestigt. In die Röhrchen legt sie ihre Eier, tut in jedes Röhrchen einige Raupen und verklebt es dann mit Lehm. Nach 15 bis 20 Tagen brechen die jungen Wespen die Tür auf und fliegen heraus. Ähnliches beobachtet man bei einer kleine», schwarzbunten Wespe. Ihre an die Wand gehefteten Nester haben die Form von Zylindern und sind gleichfalls mit Röhren versehen, in welche die Eier hineingelegt werden; danach kommen in jedes einige Spinnen und Mücken, der Verschluß wird aus grünen Blättern hergestellt.