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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
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Besuche nach der Hochzeit gemacht werden. Wehe dem Bräutigam, der nicht alle Wünsche seiner Liebsten erfüllt oder ihren Geschmack nicht getroffen hat! Er wird noch oftmals ihre Unzufriedenheit zu fühlen bekommen.

ll) Verabschiedung einer christlichen Braut im Jnngfrauenvercin.

Im Jungfrauen der ein wird die in die Ehe tretende Braut in einer besonderen Versammlung feierlich verab­schiedet. Dazu werden zwei von den Gemeindemüttern ein­geladen, welche das Amt haben, über den Lebenswandel der Jungfrauen zu wachen und, wenn nötig, sie zu ermähnen. Die Leiterin des Vereins beginnt damit, der zukünftigen jungen Ehe­frau ein Schriftwort ans Herz zu legen, das ihr als Leitstern mit auf den neuen Lebensweg gegeben wird. Die Braut erhält ein Lob für guten Wandel, und es wird allen Jungfrauen an ihrem Beispiel gezeigt, wie stilles Warten belohnt wird und zu Ehren führt.

Als eine unserer Lehrgehilfinnen, Rosa Tay, verab­schiedet wurde, nahm eine der Gemeindemütter das Wort und sprach in sehr drastischer Weise über den Ehestand. Sie erzählte aus eigener Erfahrung der jungen Braut, daß der Ehestand im Anfang süß sei wie Honig, aber nach geraumer Zeit oft scharf werde wie Pfeffer. Ja, er könne eine Last werden, die oft schwer zu tragen sei.Aber dann nimm diese Last nur getrost und mit großer Geduld auf dich und denke daran, daß ich es dir vorher gesagt habe," fuhr sie fort. Die Darstellung von dem Schweren, das die Ehe bringen könne, war so lebendig, daß die zukünftige Ehefrau dem Weinen nahe war. Die Leiterin rief ihr zum Trost das Wort des Herrn zu:Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." Nun ergriffen auch einige der jungen Mädchen das Wort. Eine erzählte eine rührende Geschichte von der großen Liebe eines Mannes zu seiner Frau und ermähnte die Braut, ihren Mann auch so zu lieben. Eine andere bat die Freundin, dem Verein doch keine Schande zil machen, sondern ihr Eheleben so zu führen, daß nicht nur ihr Mann die Frucht der guten Ermahnung sehe, sondern auch solche, die jetzt noch über die Einehe lachen, erkennen müssen, wie gut ihr Mann es bei ihr habe und sich auch nach solchem Leben des Friedens in ihrem Hause sehnen möchten.Eine Schande wäre es, wenn man von dir sagen müßte, sie ist zwar zur Schule gegangen, aber sie kann nicht einmal Frieden in ihrem Hause halten." Nachdem die Lieblingslieder der Braut