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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
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Nachtigall. Die Hausgenossen freuten sich über den Gesang der Blinden, und ihr Stiefvater sagte:Woher kennt Pauline nur so viele Lieder? Und wie süß kann sie singen?" Schneller, als wir zu hoffen gewagt, wurde Pauline von ihrem schweren Leiden erlöst. Sie starb am 14. Mai 1906. Mit ihrem Brant- kleide geschmückt, lag sie im Sarg. Das Wort Ioh. 16, 20 : Eure Traurigkeit soll in Freude verkehret werden", war noch ihr letzter Trost gewesen.

6. Allerlei aus der Schule.

n) Ein Gang durch die Mädchenschule in Keta.

Wir wollen einen Besuch in der Mädchenschule in Keta machen. Es schlägt acht Uhr. Wir betreten das große Schillzimmer. Die anwesenden Kinder empfangen uns mit freudigem Morgengruß. Der Gesang beginnt und schallt fröh­lich empor. Er wird sicher und korrekt von einer eingeborenen Gehilfin auf dem Harmonium begleitet. Eine andere verliest

ein Schriftw ort, etwa Matth. 5,14. 45:Liebet eure Feinde_,

aus daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel." Daran schließt sich eine kurze Erklärung. An drastischen Beispielen zeigt sie, wie wir Kinder des Vaters im Himmel werden.Wie sieht das Kind der Schildkröte aus?"Wie eine Schildkröte."Wem muß ebenso ein Kind Gottes gleichen?"Gott."

Das Schüler innen Verzeichnis wird verlesen. Die Anwesenden antworten mit lautemuieli!" d. h.ich bin da". Die Fehlenden werden geholt. Da kommt schon ein kleiner Nachzügler, die Tafel auf dem Kopfe, den Schieferstist im Wvll- haar, eilig daher:Aweno, bitte, entschuldige mich, ich habe die Glocke nicht gehört." Eine Hausordnung und Uhren, welche diese aufrecht erhalten, gibt es noch kaum im Elternhanse. Die Kirchennhr und die Schnlglocke regeln den Tageslanf. Mit verschiedenen Botschaften kehren die zu den Abwesenden gesandten Kinder zurück.Ich werde mich jetzt waschen, dann komme ich," heißt es hier;ich esse jetzt, dann komme ich," dort.Bitte, entschuldige mich," läßt eine andere sagen,ich muß meiner Mutter die Kalabasse auf den Markt tragen, ich komme gleich, bitte, strafe mich nicht."Ich habe keine Zeit, ich muß auf den Markt gehen," hat eine vierte gesagt. Hier und da geht die Weigerung auch von der Mutter aus:Bin ich etwa früher zur Schule gegangen? Warum soll mein Kind gehen?" läßt sie sagen. Trotz Tropensvnne muß sich die Schwester selbst auf den Weg machen, um einen Meinungsaustausch mit dieser Wider-