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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
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und ihre Einrichtung 80 Mark aufgebracht. Die größeren Schul­kunden führten unter Leitung ihres Schulvorstehers den Bau des Hausleins aus. Und nun stand der Einrichtung der neuen Kleinkinderschule, die sich ihren Vorgängerinnen würdig anreihte, nichts mehr in: Wege.

Ich habe von manchen Erfolgen berichten können, und das Gesagte scheint es kaum zu rechtfertigen, wenn die Ausbildung der Gehilfinnen oben eine schwere Arbeit genannt wurde. Aber sie ist es dennoch. Und zwar nicht nur deshalb, weil sie nur dann gelingen kann, wenn von feiten der Erzieherin der Weg zu dem Herzen der Eweerin gefunden wird, sondern be­sonders deshalb, weil sie nicht ohne bittere Tränen und tiefes Weh getan werden kann. Denn es kommt immer wieder vor, daß Mädchen, die wir mit Sorgfalt und Mühe erzogen, und welche für sich selbst und für die Arbeit zu den schönsten Hoff­nungen berechtigen, rückfällig werden. Da heißt es mit Aus­dauer, Geduld und Liebe weiter arbeiten.

r. Hans- und Anstaltskinder.

Das Kind ist für den Eweer nicht eine ihm anvertraute Persönlichkeit, für deren zeitliches und ewiges Wohl zu sorgen er verpflichtet ist, sondern ein Besitztum, das Wert für ihn hat. Der Knabe sorgt später für ein ehrenvolles Begräbnis des Vaters, das Mädchen bringt durch seine Verheiratung Ge­schenke und Geld ein. In einer gewissen Weise wird das Kind auch erzogen. Es wird für Ungehörigkeiten gestraft und er­mähnt, sich zu ändern. Bleibt dieses aber ohne Erfolg, dann sagt der Vater oder die Mutter:Ich habe es immer wieder versucht, aber umsonst." Das Kind wird aufgegeben. Es hat eine Seele, die nicht fähig ist, den Ermahnungen der Eltern zu folgen. Von Charakterbildung kann also nicht die Rede sein. So konnten wir nicht auf viel Verständnis rechnen bei unserer Erziehungsarbeit.

Es ist aber oft vorgekommen, daß Väter und Mütter sich verwunderten über die Veränderung, die mit ihren Kindern vorging, wenn sie eine Zeitlang unter unserem Einfluß waren. Am Strande von Keta standen viele Fischerböte. Bon den Besuchen in der Stadt zurückgekehrt, setzten wir uns manch­mal in ein solches Boot, um die frische Seebrise zu genießen. Da kam der Besitzer, ein Fischer, der sein großes Netz für deck am nächsten Morgen stattfindenden Fischzirp zurechtmachen wollte. Es entspann sich ein Gespräch:Ihr habt eure Kinder