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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
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Zum Schluß möge hier noch ein Brief folgen, den Henriette am 8. Mai 1904 von Keta an Schwester Minna Huchthaasen, die damals in Europa war, geschrieben. Er handelt von dem Tode des Lehrers Senage in Keta. Dieser war als Katechist in der Gemeinde angestellt und wurde nach kurzer Krankheit plötzlich abgerufen. Er war durch seine Treue und den Ernst seiner Predigt sehr beliebt und hatte jedermann in der Stadt zum Freunde. Nicht nur die Christen, sondern auch die Heiden nahmen daher an seinem Abscheiden herzlichen Anteil. Der Bries lautet:

Geliebte Aweno!

' Im vergangenen Monat legte Gott eine große Prüfung auf unsere ganze Gemeinde; es ist der Tod unseres Katechisten Senage. Das ist für uns alle ein heftiger Schmerz. Als seine Krankheit ihren Anfang nahm, dachte niemand, daß sie zum Tode führen werde, sondern wir hofften alle, er würde bald wieder aufstehen und uns Gottes Wort sagen, denn jeder verstand seine Worte so schon. Bevor seine Krankheit begann, sagte er uns ein Gottcswort, das besonders an unser aller Herzen arbeitete. Es steht Matth. 24, 18 : ,Wer aber beharret bis aus Ende, der wird selig/ O Aweno, ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, daß Du erkennst, wie das Wort in meinem Herzen arbeitete, und wie ich mich nach dein Himmel sehnte. Ich war nicht auf der Erde in jener Stunde und weiß nicht, wie es kam, daß die Tränen aus meinen Augen flössen. Jeder, der zur Kirche gekommen war an jenem Tage, fühlte die Kraft des Gotteswortes an seinen! Herzen. Und nun weinen wir noch immer, denn er ist von uns fortgegangen und hat uns alle hier zurückgelassen. Es war sein letztes Gotteswort an uns. Dann nahm die Krankheit ihren Anfang. Ich war dreimal bei ihm, das vierte Mal konnte ich ihn nicht sehen, er war zu krank. Am 13. April nach­mittags zwischen drei und vier Uhr ist er gestorben. Seine letzten Worte . sind diese: ,Jch kenne den Herrn Jesum, ich glaube an ihn ich sehe Jesum/ Wir können es nicht begreifen, daß er tot ist, denn niemand dachte, daß er todkrank wäre, und dann wir hatten ihn so sehr, sehr nötig für die viele Arbeit unter uns. Aber wir wollen schweigen. Gott, der ihn für diese Arbeit erwählt hatte, hat ihn selbst wieder von uns genommen, und wir müssen sprechen: ,Alles, was Gott tut, ist gilt. Seine Wege sind nicht unsere Wege, und seine Gedanken sind nicht unsere Gedanken/

Dies wichtige Wort war in meiner Hand, es Dir zu sagen.

Ich grüße Dich sehr und alle, die bei Dir sind, ich Deine Henriette, die Dich sehr liebt."

ll) Margarete Damesi Kwadzo.

Margarete Damesi Kwadzo war auch eins von jenen acht ersten Mädchen, die im Diakonissenhause in Keta aufgenommen wurden. Sie war vorher schon längere Zeit in Frau Knüslis Erziehung gewesen, hatte auch mit dieser eine Reise nach Deutsch­land gemacht. Sie ist später getauft und war mit einem Christen