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sii) Bis zum Tode getreue Zeuginnen.
Im Jahre 1873 erlebte ich in meiner Heimat Hannover mein erstes Missionsfest. Es wurde in einem Dorfe in der Nähe von Göttingen gefeiert, und Direktor Hardeland von der Leipziger Mission erzählte von einem alten Mütterchen in Indien, das, Christin geworden, froh und getrost dem nahenden Tode ins Auge schaute und nicht aufhören konnte zu danken, daß sie so fröhlich sterben könne, weil sie Jesum kenne. Dieses indische Mütterchen hatte es mir angetan. Der Wunsch, in der Mission zu arbeiten, ließ mich seitdem nicht wieder los.
Auch im Eweland hat sich an Kranken- und Sterbebetten oft die todüberwindende Kraft des Christentums sowohl an den Kranken als an ihrer Umgebung gezeigt. Welch rührende Liebe haben die Christenfranen oft in solchen Zeiten bewiesen. Ich habe immer mit Freuden zugeschaut, wenn ich in Keta eine Kranke besuchte, wie die Frauen aus der Gemeinde rührend um sie bemüht waren. Es war ihnen ganz selbstverständlich, daß sie sich Tag und Nacht der Kranken annahmen. Der Lehrer David Bensa war später eine Zeitlang Katechist, d. h. Gemeindeaufseher und Prediger in Keta, er ist jetzt Pastor geworden und arbeitet wieder in Woe. Einst kam ich zu seiner kranken Frau. „Fehlt es dir denn an nichts?" fragte ich sie, denn sie hatte nur ein ganz junges Mädchen zur Hilfe im Haushalt. „Nein," sagte sie glücklich, „die Christenfrauen besorgen mir alles. Sie bringen mir Holz vom Markt, sie holen mir Wasser, sie kochen die Suppe für meinen Mann und die Kinder, sie bringen mir zu essen und sie baden meine Kinder."
Ohne Trost und ohne Hoffnung sitzt die Heidin an der Bahre ihres Kindes und macht ihrem Schmerz in wildem, lautem Weinen und Schreiei: Lust. Es haftet auch kein Trost bei ihr. Der Sohn ist von ihr gegangen, der ihr Ehre und Ansehen gab in den Augen ihres Mannes, in den Augen ihrer ganzen Familie. Wer soll sie trösten? Wie anders die christliche Mutter! Sie kennt eine höhere Ehre, nämlich die, sich still und gehorsam in ihres Herrn Wege zu fügen, sich zu beugen unter die gewaltige Hand Gottes. Für sie gibt es Trost und Hoffnung, für sie gibt es durch Gebet Kraft aus der Höhe, den tiefen Schmerz in Geduld und Stille zu tragen. Das ist für Natnrkinder, wie unsere Ewelente es sind, doppelt schwer. Ich kam in ein Trau er Haus, wo ein Knäblein gestorben