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achtetste Arbeit im Gehöfte zu. Die Kinder erweisen ihnen keinerlei Ehrerbietung, sondern sind geneigt, sie auszulachen. In Keta gingen ein alter, blinder Mann und eine alte, blinde Frau bettelnd umher, von einem Kinde geführt.
Was für ein anderes Leben ward der alten, blinden Großmutter in einem christlichen Hause in Lome! Mit herzlicher Teilnahme sprach die junge Frau von ihr und führte uns zu ihr. Und nicht nur zufrieden mit ihrem dunkelen Lose, nein, glücklich in der sie umgebenden Liebe, lag die Alte aus der Matte. Sie mußte den Gast genau befühlen, um sich eine Vorstellung von ihm zu machen; aber sie tat das mit großem Interesse. Da war nichts von der Stumpfheit, die mir bei alten Leuten im Eweland so oft ausgefallen. War das Auge auch lichtlos, die Gesichtszüge waren froh bewegt. Wir durften dieses Haus nie verlassen, ohne auch die blinde Großmutter begrüßt zu haben. Wir sahen, wie sie mit Liebe gepflegt wurde und erhielten einen Eindruck davon, wie da, wo das Christentum in den Herzen eine Stätte gefunden, auch das Wort aus 2. Korinther ö, 17: „Sieh, es ist alles neu geworden" anfängt, sich zu erfüllen.
An der Art und Weise, wie die jungen Christinnen oft bemüht waren, das, was sie als Glück empfanden, auch anderen mitzuteilen, äußerte sich das neue Leben in ihnen. „In unserer Kirche wird uns gelehrt, daß man für Gott leben soll, und wie man das kann," sagte einmal eins unserer größeren Mädchen zu einer Heidin, als sie diese aufforderte, zur Kirche zu kommen.
Stützen im Gemeindcleben.
Ich habe oben berichtet, welch treffende Bemerkungen die Frauen oft im biblischen Geschichtsunterricht und in der Singstunde machten und wie sie durch diese ihre lebendige Teilnahme bewiesen. Zur besonderen Freude wurde ihnen auch das Lesen des Neuen Testaments. Sie waren oft freudig überrascht, darin Worte zu finden, die sie mitten ins Herz trafen. Als eine von ihnen das Wort las: „Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, daß wir Gottes Kinder sollen heißen," da hielt sie nachdenkend inne und sagte: „O, wie schön ist dieses Wort."
Als im Jahre IllOO die neue Kirche in Keta gebaut wnrde, fragte man die Frauen der Christengemeinde, ob sie auch etwas zum Kirchbnu beitragen würden, indem sie einen Tag Sand trügen. Sie erklärten sich gern dazu be-