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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
Entstehung
Seite
277
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Sie mußte sich einer Operation unterziehen, die im Regiernngs- krankenhause in Lome ausgeführt wurde. Helene nahm alles getrosten Herzens aus sich im festen Glauben an Gottes Hilfe. Eine Atmosphäre des Friedens umwehte ihr Krankenlager, aus dem man immer das Neue Testament liegen sah, aus welchen: sie sich immer wieder Trost holte. Zur besonderen Stärkung wurde ihr Röm. 8 , 31 39 :Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? Welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?" Ihre heidnischen Eltern hatten ihr Kind einst von dem Gott Soevi erbeten und, wie sie glaubten, anch erhalten. Helene aber durfte sich das Eigentum des lebendigen Gottes nennen und durch Gottes Gnade bekennen:Ich bin gewiß, daß nichts mich scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Ehristo 'Jesu ist, unserem Herrn." Dieser Glaube, diese felsenfeste Gewißheit, verließen sie nicht bis an ihr Ende. Die Operation war gelungen, aber ein altes Herzleiden trat bald danach mit größerer Heftigkeit aus. Kein Mittel wollte recht anschlagen, und es trat die Versuchung an sie heran, sich an die Zauberer und Fetischpriester zu wenden. Aber Helene sagte:Sollte ich mich von Gott abwenden und gegen sein Gebot handeln? Das kann ich niemals tun, dann will ich lieber sterben." Ein erneuter Anfall ihrer Herzkrank­heit machte ihrem Leben schnell ein Ende. Anch auf ihrem letzten Krankenlager fand man sie immer heiter und so dankbar für jeden kleinen Dienst. Als ich sie am Tage vor ihren: Tode besuchte, sprach sie mit großer Freudigkeit von den: Trost und der Erquickung, die sie allezeit durch Gottes Wort gehabt. In der letzten Nacht ihres Lebens wurde sie von einen: besonders heftigen Herzkrampf befallen. Sie kam noch einmal wieder zur Besinnung und sagte:Gott der Herr ist gewißlich bei mir." Dann bat sie ihre Umgebung um irdische Speise. Ihre letzten Worte waren:Ich habe die Krone des Lebens empfangen. Quält mich nicht mehr, ich gehe in den Himmel."

ck) Fibi in Lome.

In der Singstunde der Frauen in Lome war eine der fleißigsten Besucherinnen eine Frau namens Fibi. War sie an der Reihe, das neugelernte Lied aufzusagen, dann stand sie anf, legte die Hände auf den Rücken und sagte mit der größten An­dacht ihren Vers. Eines Sonntags stand sie auch auf. Aller Blicke waren gespannt auf sie gerichtet, da sagte sie zur all-