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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
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daß ein Schurke ihr mit List und Gewalt eines ihrer Mädchen abwendig gemacht und zu Fall gebracht habe. Sie war un­tröstlich. Als aber nach Jahren dasselbe Mädchen den Lohn ihres Sündenlebens in unheilbarer Krankheit erntete und, von allen verlassen, nirgends Hilfe fand, da war es Julia, die sich mit erbarmender Liebe ihrer annahm.

Ich habe Julia nie über Gottes Gebote viel reden hören, aber ich habe sie dieselben erfüllen sehen. Nur, wer weiß, wie Selbstsucht das innere Wesen des Heidentums ist, kann sich eine Vorstellung von der Umwandlung machen, die ein Haus erführt, in dem eine Frau wie Julia waltet. In einem Briefe vom 26. August 1893 schreibt Schwester Lottchen: Julia ist in ihrer Weise eine herrliche Frau, wirklich ein Licht unter ihrem Volke." Ja, mit Recht kann man von ihr sagen: Sie breitet ihre Hände aus zu dem Armen und reicht ihre Hand dem Dürftigen. Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist holdselige Rede. Sie schallet, wie es in ihrem Hause zugeht und isset ihr Brot nicht mit Faulheit." Sprüche 31, 20 . 26 . 27 .

lb) Salome Baeta in Keta.

Eine andere Frau unserer Christengemeinde in Keta, Salome, Mereys Mutter, war einmal in große Versuchung dadurch ge­kommen, daß ihr Mann von ihr forderte, eine ihrer Töchter in unrechtmäßiger Ehe einem Manne zu geben, der eine große Summe für sie versprach. Es gab schlimme Szenen zwischen ihr und ihrem Manne, der mit aller Entschiedenheit ihre und der Tochter Einwilligung forderte, denn das Geld lockte ihn. Aber obwohl sie unter dem Zorne des Mannes viel zu leiden hatte, blieb Salome fest. Eines Tages kam er mit dem Be­werber der Tochter zu Salome, und beide suchten, sie in einer fast vierstündigen Unterredung für ihren Plan zu gewinnen. Sie hörten nicht auf mit Drohungen und Bitten. Als alles umsonst war, stellten sie ihr alle Vorteile des Reichtums vor lind malten ihr in den schönsten Farben aus, wieviel bequemer und an­genehmer sie sowohl als ihre Tochter in Zukunft ihr Leben würden einrichten können, wenn sie in die Verbindung willige. Sie möge sich wünschen, was sie wolle, es solle ihr alles erfüllt werden. Salome ließ sich durch nichts blenden. In ihrer schlichten Weise antwortete sie:Ihr macht es mit mir wie der Versucher mit dem Herrn Jesus. Er zeigte ihm alle Reiche der Welt und sagte: ,Alle diese Macht und Herrlichkeit will ich dir