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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
Entstehung
Seite
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schwarze Wassertöpfe, rote irdene Kochtöpfe usw. Die Küche der Mädchen liegt außerhalb des Hauses. Auch jeder Raum unter der Veranda dient besonderem Zwecke. Da ist an einer Seite der Holzplatzj an der anderen der Platz, wo im Schatten eines Oleanderstrauches die Wäsche besorgt wird. Vor der Kinderküche sammeln sich die Essenden um die Fufnschüsseln (die Schüsseln mit Jamskloß.) Der Hof dient als Trockenplatz. An mondhellen Abenden ist er den Kindern ein herrlicher Spiel­platz. Ich habe oft an dem fröhlichen Treiben meine Freude, auch wenn es dabei einmal etwas lauter als erwünscht hergeht.

Das Ganze macht den Eindruck freundlicher Abgeschlossenheit, und die Kinder fühlen sich wohl darin. Sie machen freilich nicht viele Worte darüber, aber als ich sie einmal fragte, war­um man dieses hübsche Haus für sie gebaut habe, wurde mir zur Antwort:Aus Liebe."

4. Die Erweiterung der Arbeit.

Neben der Arbeit in der Mädchennnstalt wurde im Jahre ld! eine Tagesschule für die in den nahen Hodörfern Ahliha, Banyakoe und Dome wohnenden Mädchen ins Leben gerufen. Zu diesem Zwecke wurde zunächst eine und im fol­genden Jahre noch eine zweite Unterklasse eingerichtet: Der zweijährige Kursus für die Anstaltsmädchen, welche in ihren Dörfern schon eine Elementarschule besucht hatten, erforderte zwei Oberklassen, so daß nun eine vierklassige Schule vor­handen war. Für eine getrennte Mädchenschule sprachen die­selben Gründe wie in Keta. So lange Minna Onipayede in der Anstalt war, unterrichtete sie die Anfängerinnen in der vierteil Klasse. Sie verstand es ausgezeichnet, ihren Schülerinnen das Lesen beizubringen.Ob ihre Methode ganz nach den Re­geln der Unterrichtsknnst ist, weiß ich nicht," heißt es in einem Briefe,genug, sie hat Erfolg. Bei der letzten Prüfung konnte Minnas Klasse sich sehen lassen." Auch die dritte Klasse unter­stand einer eingeborenen Gehilfin, während der Unterricht in den beiden Oberklassen in der Hand der Europäerinnen lag. Im ersten Jahre kamen fünfunddreißig Mädchen aus den Hv-Dörfern. Mit geringen Schwankungen nach oben und nach nuten ist diese Zahl in den kommenden Jahren sich gleich ge­blieben.

Im Jahre 1900 stieg die Schülerzahl plötzlich auf zwei- undfünszig. Das hatte seinen Grund in einem besonderen Er-