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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
Entstehung
Seite
57
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Zweiter Teil.

Die Entwicklung der Arbeit im Kwelande.

I. Kein

l. Die Arbeit im Krankenhause.

Schon bald nach nnserer Ankunft in Keta wurde von der Missionsleitnng draußen und daheim der Gedanke erwogen, ob wir nicht die Pflege der Kranken in dem englischen Re- gierungs-Krankenhause übernehmen sollten. Man glaubte, durch Anschluß an einen Arzt nnserer Krankenpflege eine feste Gestalt zu geben. Auch hoffte man, gerade durch den Dienst an den Kranken dem Volke eine Anschauung von der Liebe Christi geben zu können, die mehr wirke als Worte. Aber auf die diesbezügliche Anfrage in Acera gab die englische Regierung eine abschlägige Antwort. So behandelten wir, so gut wir es vermochten, die Kranken in unserer eigenen Klinik. Im Februar 1891 kam aber ein Erlaß vom Gouverneur in Acera, daß nur staatlich Geprüften die Verabreichung von Karbol, Sublimat und anderen Giften gestattet sei. Mit diesem Gesetze war unsere Arbeit an den Kranken aufgehoben. Wir hatten unsere Apotheke zu schließen. Am 4. März 1891 hatten die Kranken sich zum letzten Male im Diakonissenhause versammelt. Wir konnten nun freilich der Erziehung und dem Unterricht der Mädchen um so mehr Kraft widmen, aber doch hoffte man, auf irgend eine Weise möchte Gott die Tür zu dem verschlossenen Arbeitsfelde wieder anftun. Da geschah etwas Unerwartetes. Eines Tages erschien ein stattlicher eng­lischer Herr im Schwesternhause, der sich als Dr. Freeman vorstellte. Er sei der Nachfolger von Dr. Gunn, sagte er, und möchte anfragen, ob nicht eine Schwester ihm täglich im Krankenhause helfen könnte. Er wollte sich die