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wir seine Wunde behandeln können, die sich schon wesentlich gebessert hat."
Es wurde später der Gedanke ernstlich erwogen, eine Schwester für diese Arbeit mehr medizinisch auszubilden. Denn durch die leibliche Hilfe wird das stumpfe und harte Heidenherz erweicht und fähig gemacht zur Aufnahme des Wortes Gottes.
4. Hausbesuche.
Krankheitszeiten wurden für uns häufig die Veranlassung, die Heiden in ihren Hütten zu besuchen. Oftmals waren wir froh, überhaupt auf solche Weise Zutritt zu den uns noch fremden Leuten zu haben. Denn leicht war die Anknüpfung im Anfang nicht, im Gegenteil, da gab es manche Schwierigkeit zu überwinden. Trotzdem machten wir uns jeden Nachmittag regelmäßig auf den Weg, um Christen, Taufbewerber und Heiden zu besuchen. In das Negergehöft eingetreten, fragten wir zunächst nach der Frau, die wir besuchen wollten. Da stand sie am Mahlstein, im Begriff, Mais zu mahlen. Wir sagten den mühsam eingelernten Ewegruß, den sie lächelnd erwiderte. Dann stockte die Unterhaltung meistens. Zu Hause hatten wir uns alles so schön ausgedacht, und nun fanden wir hier keine Stätte für das, was wir sagen wollten. Die Frau setzte stumm und teilnahmlos ihre Beschäftigung fort, und wir wären am liebsten wieder gegangen. Da sagte denn wohl eine von uns: „Laß mich mal versuchen, den Mais zu mahlen." Das brachte Bewegung in die Sache. Sofort kamen die anderen Frauen des Gehöftes auch herbei und zeigten uns unter lautem Gelächter die Handhabung des Mahlsteins. Ein andermal war es die Bereitung der Pfeffersuppe oder des Maisbiers, die uns Stoff zur Unterhaltung boten. So mangelhaft auch unsere Sprach- kenntnisse zu dieser Zeit noch waren, auf diese Weise waren wir doch bald unseren Leuten keine Fremden mehr. Bei diesen Besuchen taten wir manchen Blick in das Elend und die Lieblosigkeit des Heidentums, und es eröffnete sich ein großes Arbeitsfeld vor uns. Was gab es da zu trösten, zurechtzuweisen, zu ermähnen und zu helfen. Wie oft stieg im Anblick dieser großen Arbeit der Wunsch in uns aus: „Könnte ich doch erst Ewe sprechen!" und mit immer erneutem Eifer und Gebet wurde das Sprachstudium in Angriff genommen.
Von unseren mancherlei Erlebnissen bei diesen Besuchen erzählen verschiedene Briefe: „Wir gingen heute in den Stadtteil niata, der am Meere liegt. Dort wohnen noch viele Heiden.