III. Anfang im eigenen Heim.
I Einzug und Einrichtung.
Wie schon erwähnt, besaß die Norddeutsche Mission damals zwei Hauptstationen, Ho, im Innern von Deutsch-Togo, und Keta auf der englischen Goldküste am Meere gelegen. Zwei andere, Waya und Anyako, deren Gründung in die Jahre 1856 und 1857 fiel, waren wegen schwieriger Gesundheitsverhältnisse als Enropäerstationen wieder aufgegeben. A nyako liegt jenseits der Ketalagune. Von Zeit zu Zeit trocknet diese teilweise' oder völlig aus, so daß die Eingeborenen trockenen Fußes hindurchgehen können. Seit der Aufgabe Anyakos standen die dortigen
Anyako, von -er Lagune aus.
Gebäude teilweise unbenutzt da. So wurde nun beschlossen, das frühere W o h n Haus der Missionare daselbst a b z u b reche n und in Keta für den Ban unseres Diakonissenhauses zu verwenden. Man hatte darauf gerechnet, daß die etwa Anfang April eintretende erste Regenzeit die Lagune füllen würde und man das Bauholz' mit Booten von Anyako nach Keta befördern könne. Aber leider blieb im Jahre 1889 der Regen aus, der Wasservorrat in der Lagune wurde immer geringer. Nur mit großer Mühe gelang es, das Holz nach Keta zu schassen. Dort hatte Herr F. M. Vietor der Mission für das neu zu erbauende Haus einen Platz auf seinem Grundstücke an der Bremer Straße pachtweise überlassen. Hier begann nun Missionar Joh. Schröder, der Erbauer des Diakonissenhauses, sein Werk. Als wir im November 1889 ins Land kamen, war das Hans im Bau. In einem Briefe von Ende Februar 1890 lesen wir: „Unser neues Hans schreitet seiner Vollendung entgegen. Es sieht schon so hübsch aus und wird von Tag zu Tag noch hübscher. Das Dach ist jetzt fertig und leuchtet mit seinem weißen Kalkanstrich zwischen den grünen