Die Manihiki-Gruppe.
167
ist es ein unerfreuliches Stückchen Erde, das nur von wenigen Gebüschen in den Negenschlnchten bestanden ist. Östlich davon zieht ein Fluß mit einen: schönen Wasserfall südwärts znm Meere. Die Berge Nukahiwas sind in: ganzen kahl, rauh, wild und deshalb nur dürftig mit Vegetation bedeckt, die Thäler dagegen um so fruchtbarer und frischer. In den: inneren Tafelland soll die ii: der Regenzeit regelmäßig einen See bildende Niederung Waihohonu (nach Jardin) der Niest eines alten Kraters sein; doch fehlen sonstige Spuren jüngerer vulkanischer Thätigkeit völlig. Mehrere kleine Eilande umsäumen die Küsten in: Nordosten und Süden. Der bedeutendste Hafen, Taiohae oder Port Anna Maria, liegt an der Südküste; seinen Eingang begrenzen zwei kolossale isolierte Felsen, die „Schildwachen", und an der Südküste treten fortwährend bizarr geformte Säulen auf, deren eine der Kolossalstatne der das Jesuskind haltenden Jungfrau gleicht.
Die nordwestlichsten Glieder der Marquesas sind den erwähnten gegenüber unbedeutend. Motu-iti oder Franklin ist ein dürrer Fels von 40 m Höhe, Hiau ein felsiges Land, das nur in seinen Thälern Bäume gedeihen läßt, Fatn-hnhu ein 420 m hoher Fels, und Clark endlich, die einzige Koralleninsel der Gruppe, ist ein teils felsiges, teils flaches Eiland auf gefährlicher Bank.
12. Die Manihiki-Gruppe.
Eine der unbedeutendsten Jnselreihen der Südsee sind die Manihiki, die zwischen den Marquesas-, Gesellschafts- und Tokelau-Jnseln in zwei Abteilungen über einen beträchtlich großen Teil des Ozeans verstreut sind. Zwischen den beiden Hälften, die sich aus je drei kleinen Jnselchen zusammensetzen, dehnt sich ein Meeresraum von 1000 km Breite aus. Wenngleich sonach kein Grund vorliegt, die östlichen Inseln, Karoline, Flint und Wostock (unter 150—1520westl.Länge), mit den westlichen, Manihiki, Rokahanga und Tongarewa (unter —1580westl. Länge), zusammenzufassen, sondern die letzte:: drei mit demselben Recht auch der Union-Gruppe zugesellt werden könnten, so halten wir doch an der einmal vorhandenen Einteilung fest.
Das Areal der Manihiki-Grnppe berechnet man in: ganzen auf 114 ^Irm; darin sind aber Malden, Starbuck, Pukapuka eingeschlossen. Ihre sämtlichen Glieder sind äußerlich niedrige, flache Koralleninsel::, die unter den: Meeresspiegel ziemlich schroff in große Tiefen abstürzen. Es scheint, als ob in diesen: Teile des Großen Ozeans eine Neigung zu positiver Strandverschiebung vorliegt, da alle zwischen 150 und 180° westl. Länge, d. h. der Tahiti-, Samoa-, Cook- und Union-Gruppe, gelegenen Inseln Atolle sind. Die Flora und Fauna auf diesen Inseln ist sehr dürftig, nur die größeren besitzen Kokospalmen, und an Tieren kommen nur Ratten, Seevögel, Schildkröten und wenige Insekten vor. Bonden östlichen Inseln hat Karo line neun gut bewaldete, längliche Jnselstreifen, Flint ist sandig, unbewohnt, ohne Kokospalmen und wahrscheinlich identisch mit der Insel Tiburones des großen Magnlhäes. Wostock endlich ist ebenfalls flach, sandig, unbewohnt und birgt in sich eine kleine Lagune.
Unter den westlichen haben Manihiki und Rakahanga je ein Dorf. Auf Penrhyn oder Tongarewa, das selbst wieder aus fünfzehn kleinen, bis zu 15 m hohen Eilanden besteht, kann man mit einiger Mühe eine großeLagune erreichen, um die sich die Kokoswälder vmlerisch gruppieren.
13. Die äquatorialen pazifischen Sporaden oder Janning- od er Amerika -Inseln.
Um den Äquator liegt eine Anzahl von kleineren und einzelne größere Inseln verstreut, die den Rann: zwischen 150 und 180° westl. Länge und 6° südl. Breite bis 11° nördl. Breite einnehmen. Man saßt sie jetzt unter den: Namen der zentralpolpnesischen oder äquatorialen