146
III. Oberflüchengestcilt.
nur sechs Gliedern 14 güm Areal, sind aber im ganzen fruchtbarer und bevölkerter als die nur von wenigen Menschen bewohnten Phönix-Inseln. Im Grunde Korallenbauten, meist Atolle, tragen sie auf schmalen Landstreifen Kokoswälder und Pandanushaine. Hunde, Tauben, Eidechsen und viele Seevögel beleben die Landschaft.
Einige von diesen Eilanden, wie die Duke-of-Z)ork-Jnsel (oder Oatafu) und Fakaafo, sind von beträchtlicher Größe; dieses hat einen Brunnen, jenes eine trotz ihrer Leichtigkeit sehr sicheren Ankerplatz bietende Lagune. Zwischen beiden liegt Nukunono, das wiederum 93 einzelne kleine Eiländchen auf seinen: Riff umfaßt. Während diese drei genannten Inseln in südöstlicher Richtung auf einem nntermeerischen Rücken verlaufen, liegt Olosenga oder die Swain-Jnsel mit ihrer Süßwasserlagune etwas abseits; sie ist eine gehobene Insel von 5 —8 m Höhe, gut bewaldet und fällt, wie die meisten ihrer Nachbarinnen, mit steilen Böschungen zum Meer ab. In beträchtlicher Entfernung erhebt sich östlich von diesen unter 166" westl. Länge das Danger Riff oder Pnkapuka mit drei dreieckigen Inseln, die jäh bis zu 1200 und 1800 m Tiefe abstürzen. Ihre beiden einzigen Bodenfrüchte: Kokosnüsse und Tarö, produzieren sie in so großer Menge, daß sich etwa 400 Einwohner davon ernähren können, leider hat aber keine der bis zu 6 in hohen Inseln einen Hafen, auch führen keine Durchfahrten durch das Riff hindurch. Im äußersten Südosten liegen die 15 m hohe unbewohnte Jnfel Lpdra (oder Nassau) und das mit Gebüsch bedeckte Suworoff-Atoll mit seiner seichten Lagune.
4. Ire hohen Inseln zwischen der Gü'rce- und Gongn-Gruppe.
Südlich von den Ellice-, südwestlich von den Tokelau- und nördlich von den Fidschi- und Tonga-Inseln stoßen wir auf mehrere hohe Inseln, die, sonst verschiedenen Gruppen zugerechnet, hier als besondere Abteilung zusammengefaßt werden sollen. Es sind dies: Rotuma (36 gchm), Uea oder die Wallis-Jnsel (80 gkm), Futuna oder Hoorne und Alofi (115 gkm), Niuafu und endlich Nina. Von diesen erheben sich Uea, Niuafu und Niua auf dem unterseeischen Rücken, der sich von den Tonga- nach den Ellice-Jnfeln erstreckt, Futuna liegt etwas westlich davon und Rotuma ganz isoliert. Während diese letzte britischer Besitz ist und politisch als zur Fidschi- Gruppe gehörig betrachtet wird, stehen Uea und Futuna unter französischem Schutz und werden merkwürdigerweise von manchen Geographen dem Tonga-Archipel zugeteilt, dem mit entschieden größerem Recht Niuafu und Niua angeschlossen werden könnten.
Rotumas, einer Insel von 200 — 250 m Höhe, vulkanischen Charakter beweisen noch vorhandene, jedoch bereits bewaldete Krater.. Wiewohl die Waldberge des Inneren zum Teil bebaut sind, liegt doch der Hauptsitz der Kultur in einem die ganze Insel umziehenden Gürtel sehr gut besiedelten ebenen palmenreichen Landes. Romantische Thäler mit fruchtbarem vulkanischen Boden dringen von der Küste aus ins Innere ein, und die Lichtungen in der üppigen Vegetation, die Gärten und Rodungen der Eingeborenen machen einen überaus freundlichen Eindruck. Obwohl das die Insel umgebende Korallenriff nirgends weit ins Meer reicht, fehlen doch gute Häfen. Eine Anzahl von kleineren Klippen und vulkanischen Felsen, wie Solnahu, Solkop, Atangora und das ausnahmsweise bewohnte 213 m hohe Nea, umgeben Rotuma auf allen Seiten; im Nordosten wird außerdem das Eagleston-Riff der Schiffahrt gefährlich.
Das unter 13,6° südl. Breite und 176v westl. Länge gelegene Uea oder Uvea, nach seinen: Entdecker von 1767 auch Wallis-Jnsel genannt, besteht aus einem größeren langgestreckten und etwa zwölf kleineren Eilanden. Sie sind von einem gemeinsamen Riff umgürtet, auf dem sich noch weitere korallinische Bildungen erheben. Die übrigen Glieder der Uea-Gruppe sind vulkanischer Natur und bezeichnen wahrscheinlich den gemeinsamen Rand eines großen Kraters; einige