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[Bd. 5] (1895) Australien und Ozeanien : eine allgemeine Landeskunde / von Wilhelm Sievers
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HI. Oberflächengestalt.

bestehenden Müller-Spitze, anderen oberen Teilen auch im Sommer nicht unbedeutende Schnee­flecke liegen, und der Albina-See östlich von: Monnt Clarke.

Westlich vom Bogong-Plateau beginnt das Gebirge an Höhe abzunehmen und in das Bergland von Victoria überzugehen. Hier tritt der die Wasserscheide bildende Zug noch näher an die Küste heran: seine Kämme sind von Melbourne nur 50 km weit entfernt. Im Osten dieses Gebirges erhebt sich der Torbeck noch zu 1522, weiter westlich der Disappointment zu 800, der Macedon zu 750 in und nördlich davon der Alexander zu annähernd gleicher Höhe. Gleichzeitig treten hier auch jene zahlreichen vulkanischen Kegel auf, die wir bereits erwähnt haben.

Der Watt-Fluß im Monda-Thal (Victoria), mit Creek-Vegetation. (Nach Photographie.)

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Das in: übrigen großenteils paläozoische Gebirge ist meistens mit dichtem Wald bestanden, gut bewässert und landschaftlich teilweise sehr schön (s. obenstehende Abbildung); nur die bis zu den Spitzen mit Ackern und Weingärten bedeckten Höhen von Ballarat und Geelong erscheinen trocken und kahl. Im äußersten Westen steigt der karbonische Zug der Grampians an den Quellen des Glenelg noch einmal in: Williams-Berg zu 1167 in Höhe empor. Auch hier ist das Gebirge noch so frisch, daß man mit vollem Recht das Glenelg-Thal die Perle von Australien und diesen ganzen Landstrich lolix" genannt hat.

v. Tasmanien.

Die Australische Kordillere setzt sich über die von tertiären Meeresbildungen teilweise über­lagerten Inseln der Baß-Straße nach Tasmanien fort und durchzieht diese Insel in Gestalt eines granitischen und paläozoischen, meist filmischen, stark gefalteten Grundgebirges. Dazu kommen