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l)r. P. W. Bassett-Smith.
2. Die Vermeidung des Aufenthalts in den als ungesund bekannten Gegenden, besonders während der Monate mit heißer und trockener 'Witterung, wo erfahrungsgemäß die Ansteckung am leichtesten stattfindet.
3. Gründliche Desinfektion der festen und flüssigen Abgänge der Kranken.
4. Schutz der Milch vor Verunreinigung durch Staub und Vermeidung von Trink- und Nutzwasser, welches in gesundheitlicher Beziehung verdächtig ist.
5. Verhütung bez. frühzeitige Behandlung von Bachenkatarrhen, welche das Eindringen der Krankheitserreger in den Körper begünstigen.
6. Vermeidung von Erkältungen, besonders bei Nacht, sowie jedes die Widerstandsfähigkeit herabsetzenden Zustandes.
7. Allergrößte Vorsicht bei Arbeiten mit den Kulturen des Krankheitserregers im Laboratorium. Man vergesse nie, daß diese Mikroorganismen ihre Lebensfähigkeit lange bewahren und sehr leicht übertragbar sind!
Die allerneuesten kurz vor Drucklegung dieser Arbeit veröffentlichten Untersuchungen sollen ergeben haben, daß die Ziegen in Malta vielfach mit Microc. Melitensis infiziert sind, und daß der Krankheitserreger in die Milch dieser Tiere übergeht. Eine Bestätigung dieser Angaben würde unseren Anschauungen über die Ätiologie, Epidemiologie und Prophylaxe der Krankheit eine ganz neue Dichtung geben.
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Ein spezifisches Mittel, welches auf den Verlauf der Krankheit irgend welchen Einfluß ausüben könnte, ist nicht bekannt. Tag für Tag sieht der behandelnde Arzt die Biickfälle auftreten und fühlt sich ihrer Entwicklung gegenüber vollkommen machtlos. Als einzige Hoffnung winkt die Möglichkeit der Gewinnung eines zuverlässigen Antitoxins. An dieser Aufgabe haben AATught u. a. in Netley eifrig gearbeitet, ohne bisher einen Erfolg erzielt zu haben. Versuche zur Herstellung einer Vaccine waren ebenfalls wenig ermutigend. AVright impfte, nachdem er längere Zeit eine Behandlung wie bei Typhus durchgemacht hatte, sich selbst mit einer Spur lebender Kultur, ohne eine günstige "Wirkung dadurch zu erzielen. Hoffentlich sind zukünftige Arbeiten auf diesem Gebiete erfolgreicher.
Da ein spezifisches Heilmittel fehlt, so kann eine rationelle Therapie nur bezwecken. die Symptome zu bekämpfen, besonders aber die Kräfte der Kranken zu erhalten und der drohenden Anämie entgegenzuarbeiten. Im Frühstadium, besonders wenn Typhus abdominalis differentialdiagnostisch noch nicht ausgeschlossen ist, muß eine Behandlung wie bei dieser Krankheit eintreten. Auch später ist die Therapie, abgesehen davon, daß die Stuhlverstopfung oft energisch behandelt werden muß, nur wenig verschieden.
Bei Magendarmkatarrh mit Durchfällen ist Pulvis Doveri, AYismuth und Alor- phium indiziert, Kopfschmerzen erfordern die Anwendung von Antipyrin und ähnlichen Präparaten, Schlaflosigkeit Trional und ähnliches, nervöse Beizbarkeit Bromverbindungen.
Vor allem ist das Fieber nach Alöglichkeit durch therapeutische Maßnahme innerhalb gewisser Grenzen zu halten, AVrfasser verordnet, wenn die Temperatur über 39,5° C (103° F) steigt, aber der Puls kräftig ist, Phenacetin oder dgl. in Kognak, bei 40° C (104° F) kalte AVaschungen, bei 40,5° C (105° F) feuchte Einpackungen.
Bedrohliche Erscheinungen sind Herzschwäche und IIyperpyrexie AA r enn letztere sich durch Anzeichen wie unregelmäßigen Puls ankündigt, so ist. Digitalis mit Ammonium carbonicum empfehlenswert, besonders bei Komplikation mit Lungenödem oder lobulärer Pneumonie.
Bei mäßigem Fieber vermag eine Mischung von frisch zubereitetem Chlorwasser
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