Cholera asiatica.
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das Wachstumsoptimum ist bei 37° C, doch ist die Entwicklung auch bei 22° C eine gute.
Wachstum in Stichkulturen von Gelatine: nach 24—36 Stunden entsteht eine kleine lochförmige Einsenkung, welche sich allmählich trichterförmig ausbreitet. Am größten Umfang des Trichters bildet sich durch Verdunstung des Wassers eine von Gelatine umschlossene Luftblase. Die Form der Verflüssigung wurde früher als charakteristisch angesehen.
Wachstum auf Gelatineplatten: nach 12—20 Stnnden sind ungefärbte, runde Kolonien zu erkennen, welche nach 23—36 Stunden in der Gelatine locli- und später schalenförmig einsinken. Bei schwacher Vergrößerung sieht man, daß schon nach etwa 16 Stunden die kleinen Kolonien deutlich granulierte Oberfläche auf weisen, so daß die hellglänzenden Kolonien wie mit kleinen Glasstückchen bestreut erscheinen. Andere Kolonien werden leicht gelblich gefärbt und zeigen einen unregelmäßigen Rand. Lange im Laboratorium fortgezüchtete Kulturen verlieren häufig ihr Verflüssigungsvermögen, zeigen eine bräunlich gelbliche Farbe und auch sonst atypisches Verhalten; auch frische Kulturen zeigen manchmal schon frühzeitig eine große Variabilität.
Wachstum auf Agar-Agar: nach 18—24 Stunden zeigen sich die Oholerakolonien als blasse, bei durchfallendem Lichte opaleszierende Scheiben; bei schwacher Vergrößerung beobachtet man eine geringe Chagrinierung.
Wachstum auf anderen Nährböden: auf alkaleszierten Kartoffelscheiben wachsen die Kommabazillen als graubrauner, fadenziehender Überzug. Sterilisierte Milch, in welcher sie sehr üppig wachsen, wird äußerlich nicht verändert. Blutserum ist ein vorzüglicher Nährboden für sie und wird durch ein peptonisierendes Ferment verflüssigt. Bouillon wird völlig getrübt, nach 24 Stunden kommt es zur Bildung eines Häutchens, das im Laufe von Tagen dicker wird und sich häufig zu Boden senkt. In 1 %iger Peptonlösung welche V 2 % Kochsalz enthält und alkalisch ist, kommt es zu einer sehr reichlichen Entwicklung; die Vibrionen wachsen infolge ihres großen Sauerstoffbedürfnisses schon nach 6—8 Stunden reichlich an der Oberfläche (von Schottelius zuerst benutzt zur Anreicherung aus Cholerastühlen). Auf der Agar platte mit etwa 2—3 ccm menschlichen Blutes vermischt, wächst der Kommabazillus unter Bildung eines hellen Hofes um die Kolonie (Schottmüller) und soll auf diese Weise leicht von ähnlichen Kolonien auseinander gehalten werden können. In Eiern meist gutes Wachstum ohne Bildung von Schwefelwasserstoff.
Chemische Leistungen des Cholera Vibrionen. '
Farbstoffbildung tritt nur bei Wachstum auf Kartoffeln und bei alten Laboratoriumskulturen in erheblicherem Maßstabe ein.
Der Geruch der Kulturen ist schwer zu beschreiben, für die Diagnose nicht zu verwenden.
Aus Zucker (Trauben-, Rohr- und Milchzucker) wird ohne sichtbare Gasbildung reichlich Links milch säure gebildet. In Lakmusmolke werden die oberen Schichten leicht gebläut, die folgende Schicht gerötet, die untere entfärbt. Von Fermenten werden Bakteriotrypsin, etwas Invertin und Labferment gebildet. Schwefelwasserstoff tritt bei Wachstum in Peptonlösung auf.
Reichliche Indolbildung bei Wachstum in Peptonlösung läßt sich meist leicht durch Zusatz von konzentrierter Salz- oder Schwefelsäure nacliweisen; die Reaktion hat heutzutage ihre frühere große diagnostische Bedeutung verloren. Es gibt außer den Choleravibrionen eine große Anzahl choleraähnlicher Bazillen, welche die Reaktion geben.