Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1905)
Entstehung
Seite
301
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Cholera asiatica.

301

Es erlagen an Cholera:

1871

1872

1873

1874

1875

im Pandschab.

369

8 727

148

78

6 246

in den N.-W.-Provinzen ....

3 473

50 565

15 268

6 396

41106

im Gebiete von Audh. !

16 032

26 566

3 961

68

23 321

in der Präsidentschaft Bengalen

20 396

46 901

64 366

56 876

112 276

in den zentralen Provinzen . . .

19

1592

344

14

14 643

in dem Gebiete von Berar . . .

581

1578

2

22 465

in der Präsidentschaft Bombay . .

5 855

15 642

283

37

47 573

in der Präsidentschaft Madras . .

17 656

13 247

840

313

94 547

in Britisch Burmah.

162

640

8109

960

761

auf Ceylon . . . ,.

y

9

14

1817

Im Jahre 1885 starben in Italien 26000, 1885/86 erkrankten in Spanien im ganzen 388 685 Personen, mit 119 620 Todesfällen.

Im Jahre 1892 starben in Indien 727 493 Menschen an Cholera. 1 )

Zur gleichen Zeit sollen in Rußland über eine halbe Million Menschen mit 50 % Mortalität erkrankt sein.

In Hamburg erkrankten vom 15. August bis 13. November 1892 10955 Per­sonen mit 8605 Todesfällen, in den folgenden Monaten bis zum 11. März 1893 kamen noch 55 Cholerafälle zur Beobachtung.

In der bezüglich des Ursprungs nicht völlig aufgeklärten Epidemie in der sächsischen Irrenanstalt Nietleben im Januar 1893 kam es zu 109 Erkrankungen mit 52 Todesfällen.

Aus diesen hier beispielshalber angeführten Daten erhellt zur Genüge, daß die Cholera zu den mörderischsten Krankheiten gehört ; in Indien allein hat sie schon an Millionen 2 ) von Opfern gefordert.

Ätiologie.

Geschichtliches.

Die Medizinalbehörde in Bombay legte schon in ihrem ersten Berichte über die Choleraepidemie vom Jahre 1817 dar, daß die Cholera in gleicher Heftigkeit in allen Jahreszeiten herrschte, bei Temperaturen von 58° bis 5065° C, während des monatelang anhaltenden, fast unaufhörlichen Regens und während der Dürre, welche kaum eine Vegetation übrig ließ und führte mannigfache Beweise dafür an, daß sie sich wie andere anerkannte infektiöse Krankheiten von Ort zu Ort fortpflanze.

Dieser Ansicht schlossen sich die meisten englisch-indischen Ärzte an, doch felüte es nicht an anderen, wie Corbyn, Wallace, welche sich nicht von der An- steckungsfähigkeit der Seuche überzeugen konnten; sie führten als Gründe dafür an, daß nur ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung erkranke und vorwiegend solche, welche ungünstig wohnten, schlecht gekleidet und genährt waren oder anderweitige Schädlichkeiten (Erkältung, Durchnässung, Ernährung mit unverdau-

0 Albütt, System of Medicine. Vol. II.

2 ) Nach der Zusammenstellung von Schumburg starben in Ostindien an Cholera: im Jahre 1880 119 256 Menschen im Jahre 1886 208 371 Menschen

1881

1882

1883

1884

1885

161 712 350 971 248 860 287 600 385 928

1887

1888

1889

1890

1891

488 788 270 408 428 923 297 443 601 603

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