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parasiten zu einer regelmäßigen Entwicklung zurückkehren, um dann mit einer regulären Chininkur zu beginnen.
Fälle von Tertiana oder Quartana mit reinem Gametocytenbefunde dürften in Europa dem Arzte nur durch Zufall zu Gesicht kommen. Da speziell die Makrogameten Rezidive bedingen, kommen wir auf unser Verhalten in solchen Fällen noch bei Besprechung der Gametocytenbehandlung der Perniciosa zurück.
Jedenfalls bleibt das A und 0 einer rationellen Chinintherapie, auch der leichtesten Fieber, eine möglichst frühzeitige und energische ev. mit Schwitzbädern kombinierte Chininbehandlung des Fiebers selbst und eine ebenso energische Nachbehandlung.
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Nachbehandlung der Tertiana und Quartana mit Chinin.
Nach Verschwinden der Parasiten aus dem peripheren Blute swird man, um die Rezidive zu vermeiden, noch mehrere Tage täglich je 1 g Chinin geben, und dann noch mehrere Monate in regelmäßigen Zwischenräumen diese Gabe wiederholen.
, Verf. gibt nach dem Verschwinden der Parasiten 3 Tage hintereinander täglich je 1 g Chinin, dann 14 Tage hintereinander jeden 2. Tag, dann mehrere Monate hintereinander jeden 4. Tag, so daß 3 chininfreie Tage dazwischen liegen. Andere geben jeden 10., bzw. 8. und 9. oder 5. und G. Tag. (Vgl. auch Nocht’s Nachbehandlung und ferner Prophylaxe.)
Die Länge der Nachbehandlung wird jedenfalls wesentlich abhängen von der voraufgegangenen Stärke und Hartnäckigkeit der Fieber und von der Dauer des weiteren Aufenthaltes in der betreffenden Fiebergegend.
Es ist nur eine Pflicht der historischen Gerechtigkeit, daran zu erinnern, daß schon Torti diese energische Nachbehandlung der Malariafieber einführte, mit dem ausgesprochenen Zwecke, die Rezidive zu verhindern. Er gab 8 Tage hindurch nach Aufhören des Fiebers Chinin, bei Perniciosa sogar in 3facher Dosis, pausierte dann einige Tage, um es dann wieder 6 Tage hindurch täglich zu geben und so weiter. Auch Sydenham gab bereits Chinin noch 8 Tage nach Aufhören der Fieber zu demselben Zwecke, ebenso später Bretonneaü und Rousseau. Nur waren die Lehren dieser Forscher in Vergessenheit geraten.
Chinin bei Perniciosa.
Die allgemeinen Bemerkxingen betr. die Chinin Wirkung auf die Malaria parasiten, treffen auch für die Perniciosaparasiten zu.
Im ganzen schwinden aber die Perniciosaparasiten schwerer aus dem Blute^ auch bei energischer Chinintherapie, als speziell die Tertianparasiten. Es sind daher bei Perniciosa die therapeutischen Chinindosen durchschnittlich um die Hälfte bis um das Doppelte höher zu wählen als bei Tertiana und Quartana, besonders bei den schwereren Tropenfiebern.
Es sind sogar zweifellos Fälle beobachtet, wo die Entwicklung der Perniciosaparasiten trotz reichlicher Chininverabfolgung und scheinbar gesicherter Resorption ihren weiteren Verlauf nahm, und wo man bei der Sektion in den Kapillaren des Gehirns usw. reichlich Teilungsformen fand.
Fearnside beobachtete einen Fall von Malaria-Aploplexie bei einem alten Malariker mit vergrößerter Milz, der nach längerem Wohlbefinden plötzlich Schüttelfrost bekam infolge von mikroskopisch nachgewiesener Malaria und trotz Chinin am nächsten Morgen starb. Auch hier wiesen die Hirnkapillaren die meisten Parasiten auf. Außerdem fanden