Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1906)
Entstehung
Seite
181
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Die im Blute schmarotzenden Protozoen und ihre nächsten Verwandten. 181

9kfn9 entfernt von der Möglichkeit, ein naturgemäßes System der Spirochäten aufstellen zu nnöjl können. Daß die Spirochaeta pallida Schaud. den eigentlichen Spirochäten, deren Typus sviqP Spiroch. plicatilis Ehrbg. ist, gegenübergestellt werden muß, scheint aber bereits jetzt zu mglla allgemeiner Anerkennung zu gelangen und nahe verwandt mit dieser Syphilisspirochäte :b fei, ist dann vielleicht auch die Spirochaeta pertenuis Castellani, welche bei Frambösie ge- )bnni funden wurde. Aber auch die im Blute schmarotzenden Spirochäten vom Typus der mcjjä Spirochaeta recurrentis Leb. scheinen von den eigentlichen Spirochäten abgezweigt werden m ns zu müssen.

rw 9 g gewundenen und bis zu 0,5 n breiten Körpers besonders ;r nae eine s langen inaivi- 00 r duums. (Aus Schaudinn.)

hieb deutlich infolge der stark entwickelten undulierenden

H9K Membran. Kernapparat nach Schaudinn ähnlich demjenigen der nachstehend unter .iK Nr. 3 besprochenen Spirochaeta halbicmü (Certes).

2. Spirochaeta gigaiitea Warming 1875. Anscheinend der vorigen Art sehr ilmfji ähnlich. Gleichfalls freilebend. In Brackwasser an den Küsten Dänemarks.

i 9 bo "oder eine ähnliche Art auch im Darm einiger anderer Muscheln (Tapes decussata, »tpIE Tapes pullastra). Ist vielfach, auch noch ganz neuerdings von Perrin, zu den [viT Trypanosomen gerechnet worden, scheint aber der Spir. plicatilis sehr nahe zu data stehen. Heute ist diese Art, deren Längsteilung bereits Certes gesehen hat, dank R9f* den Untersuchungen von Perrin die am besten bekannte Spirochätenart.

noR Formen und auch hier wieder sind die weiblichen Formen widerstandsfähiger, indem sie mjH Hungerperioden leichter überdauern. Beide Formen vermehren sich durch Längsteilung. 19 W Wenn die Auster hungert, hört jedoch auch bei den überlebenden weiblichen Formen 91 b die Vermehrung durch Teilung auf, dagegen erfolgt nach einiger Zeit eine Encystierung. IgV) (Vgl. die unter denselben Bedingungen erfolgende Bildung der Schleimcysten von Herpe- >s«ot tomonas auf S. 79.) Auch die indifferenten Formen können sich encystieren, wenn ihre [rtßS Zahl durch wiederholte Teilungen sehr stark vermehrt worden ist oder wenn die Auster bub aus dem Wasser herausgenommen wird.

färb chäten ist vor allem der Kernapparat von Interesse. Im Ruhezustände stellt der Kern

ni9 ein homogen erscheinendes, von einem Ende des Organismus bis zum anderen reichendes,

iiiqB spiral gewundenes Band dar, dessen Kontinuität freilich nicht immer deutlich hervor-

lins zutreten scheint. Wenn sich die Spirochäte zur Teilung anschickt, so lassen sich jedoch

> n£ an dem Kern ein hellerer, spiral gewundener Faden und diesem anliegende, in regel-

Qbhi mäßigen Zwischenräumen angeordnete dunklere Chromatinkörner unterscheiden (vgl.

.^il Fig. 46, Stad. 2). Später nimmt der Kern gerade Stabform an (vgl. Fig. 46, Stad. 3),

Ii9s zerfällt dann durch Querteilung zunächst in eine größere Anzahl stabförmiger Segmente

bf 7 ) (vgl. Fig. 46, Stad. 4) und hierauf in einreihig angeordnete rundliche Chromatinmassen,

aih die Chromosomen (vgl. Fig. 46 Stad. 5 u. 6), welche sich dann wieder in der Längs­te« richtung der Spirochäte teilen (vgl. Fig. 46, Stad. 7). Aus den so entstandenen zwei

.mR Reihen von Chromosomen werden dann die Kerne der beiden Tochterindividuen wieder

jixfR aufgebaut, wobei die eben angeführten Stadien wieder in genau umgekehrter Reihen-

gloi folge durchlaufen werden. Die beiden Tochterindividuen bleiben in ähnlicher Weise

9rw wie bei den Spirochätenstadien von Leucocytozoon ziemanni unter einem Winkel von

081 180° miteinander in Zusammenhang.

Eigentliche Spirochäten.

5 91 J> die größte aller Spirochätenarten, da sie eine Länge von

fg ül In stagnierendem Süßwasser nicht selten. Anscheinend

Spirochaeta

Fig. 44.

. 002 200 u erreichen kann. Die Bandform des eng-spiralig Spirochaeta plicatilis Ehrbg.

_ _ _ . _ _ L

3. Spirochaeta halhianii (Certes 1882). Im Darm der Auster. Dieselbe

Perrin unterscheidet ähnlich wie bei den Trypanosomen indifferente und weibliche

Von den Einzelheiten des Baues der 26100 ft langen und 0,53 ft breiten Spiro-