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widerstandsfähiger gegen allerhand Schädlinge und Krankheiten und sichert von vornherein den Bäumen auf demselben Platze ein längeres Leben, als ihnen der Raubbau lassen würde.
7 Fruchtfolge.
Auf großen Plantagen wird man sich im wesentlichen stets auf die Hervorbringung eines einzigen Produktes beschränken, da ein jedes derselben besondere Kapitalanlagen, namentlich für die Erntebereitung, erfordert. Hier kann daher von einer Fruchtfolge keine Rede sein. Anders bei kleinen Unternehmern. Diese würden unklug thun, wollten sie ebenso handeln, da die Mißernte einer einzigen Frucht, die sie ausschließlich bauen, sie viel härter träfe, als kapitalkräftige Gesellschaften, da sie ferner darauf sehen müssen, ihre Unternehmungskraft, ihr Kapital und ihren Boden so intensiv wie möglich auszunutzen und da sie für ihre Rohprodukte sich nicht eigene Maschinen anzuschaffen brauchen, sondern sie den großen Pflanzern zur Bearbeitung verkaufen können. Solche kleine Kapitalisten würden durch eine vernünftige Fruchtfolge in den Stand gesetzt, das ganze Jahr hindurch zu pflanzen und zu ernten, vorausgesetzt, daß sie zur Pflugkultur und zur Düngung übergegangen wären, sei es mit Stalldung bei Betrieb von Viehzucht, was durchaus räthlich wäre, sei es mit eingeführtem künstlichen Dünger und in jedem Falle mit gebranntem Kalk, Kompost und Gründung. Als Beispiel einer Fruchtfolge würde ich folgende vorschlagen:
1. Im Oktober-November: Aussaat von Mais, welcher von sämmtlichen Kulturgewächsen am besten in jungfräulichem, eben umgebrochenem Lande gedeiht und daher auch auf der ganzen Erde als Kultivations- pionier verwandt wird. Ernte im März-April.
2. Im April-Mai: Aussaat von Baumwolle und eventuell als Zwischenfrucht Erdnüsse.
Stellte es sich heraus, daß diese Zwischenknltur dem Ertrage der Baumwolle keinen erheblichen Abbruch thut, so wäre damit viel gewonnen, nämlich: erstens eine intensivere Bodenausnutzung und zweitens Ersparniß an Arbeit, da das den Boden vollständig bedeckende Erdnußkraut ein zwei- und dreimaliges Jäten überflüssig machen würde. Freilich, bevor diese Bedeckung eingetreten ist, müßte der Boden stark bearbeitet werden, um den Früchten das Eindringen in den Boden zu erleichtern, welche Auflockerung der Erde natürlich auch dem Wachsthum der Baumwolle zu Gute käme. Günstig für das Zusammenpflanzen beider Gewächse erscheint ferner, daß die Erdnuß etwas weniger Zeit zur Ausreifuug gebraucht, als die Baumwolle. Man kann daher zuvörderst die erstere ernten und schafft damit Raum für die später erscheinenden Baumwoll- pflücker. Die Erntezeit wird ungefähr in den August-September fallen.
3. September-Oktober: Aussaat von Sesam. Dezember-Januar: Ernte.
4. Januar-Februar: Aussaat von Mtama. Juli-August: Ernte.
5. Auf einem Theil des Landes: Aussaat von Sesam, auf einem anderen: Aussaat von Lupine zur Unterpflügung. August-September bis Oktober-November.
6. Auf den Sesam würde ich Bohnen folgen lassen, (wenn möglich, die brasilianischen schwarzen) die im Januar-Februar geerntet werden,