188
Prof. Dr, A. Looss.
1901 Marchoux, I)u mode de transmission du Dragonneau (FiJaria medinensis)-, XIII 6 Gongros internat. Med. Paris (1900). Seet. Bact. et Parasitol. S. 95—96.
1901 von Oefele. Studien über altägyptische Parasitologie I., in: Arch. Paras. IV’. S. 507.
1896 Perrin, Filaire de Medine, ver de Guinee, in Ann. de dermatol. S. 1315.
1889 Piot, Le ver de Medine sur les animaux en Egypte, in: Bull. Inst. Kgyptien, II. S6rie. Nr. 9. Annee 1888. Le Caire. S. 145—155.
1898 Plehn, Fr., Die Kamerunküste. Studien zur Klimatologie, Physiologie und Pathologie in den Tropen. Berlin. S. 294.
1903 Poweix, S. A., Examination of the blood in 3400 Gases of fever, in: Trans. Bombay Med. and Phys. Soc. Sept.
1904 Derselbe, The life span of the Guineaworm, in: Lancet, Nr. 4200. Febr. 27, S. 76—7, und: Brit. med. Journ. Nr. 2245. Jan. 9. S. 73.
1894 Roth, F., Guinea-worm and its treatment, in: Lancet. Nr. 3683. March 31. S. 801.
1896 Sellei, J., Einige Fälle von Filaria medinensis, in: Pester med.-chir. Presse. Nr. 48. S. 1134-5.
1896 Stambolsky, Ch. T., Du ver de Medine ( Filaria medinensis), 2" ed. Sophia. 29 pp.
1899 Williams, C. L., The prognosis of Guinea-worm in its relations to the assurances of native lives in India, in: Ind. med. Gaz. XXXIV. Nr. 7. July. S. 242—3.
Strongyloidosis
(Anguillul iasis, Rhabil onem iasis),
Mit diesem Namen wird der Zustand des Körpers bei Invasion von Strongyloides stercoralis (Bavay) bezeichnet.
Der Wurm wurde 1876 von Normand bei aus Cochinchina heimgekehrten Soldaten entdeckt, 1878 von Grassi in Überitalien, 1880 von Pf.rroncito unter den Arbeitern des Gotthardtunnels aufgefunden, von wo er nach den Ziegelfeldern von Cöln und in verschiedene Kohlengruben bis nach England verschleppt wurde. Nach Kurlow (Tomsk) ist er auch in Sibirien heimisch; ein isolierter Fall wurde 1900 in Ostpreußen konstatiert (Pappenheim, Askanazy, Braun). In tropischen Gegenden scheint Strongyloides stercoralis ebenso verbreitet zu sein, wie das Ankylostoma, mit dem er vielfach vergesellschaftet auftritt. Nachgewiesen ist er zurzeit in Japan, Ghina, Indien, Egypten, Brasilien und auf den Antillen; ferner in Nordamerika.
Die pathologische Bedeutung des Wurmes ist noch nicht völlig klargestellt. Normanii glaubte in ihm die Ursache der Coehinchinadiarrhöe (tropische Dysenterie) gefunden zu haben, doch hat sich diese Interpretation in der Folge als unhaltbar erwiesen. Grassi erklärt den Parasiten für vollkommen harmlos, und eine Anzahl von Beobachtern (Leichtensterx , Pappenheim) schließen sich ihm hierin an. Andere (Perroncito, Golgi und Monti) halten ihn zwar ebenfalls für harmlos, geben aber zu, daß er unter Umständen zu Gesundheitsstörungen Anlaß geben könne. Noch andere Autoren endlich betrachten ihn als Ursache distinkter Krankheitserscheinungen. So erzielte Barbagallo in einem Falle, der wegen heftiger Leibschmerzen, besonders in der Umbilical- und rechten Iliacalgegend, hartnäckiger, dann und wann mit Diarrhöen abwechselnder Verstopfung, zeitweiligem Fieber mit < ihren- sausen, Herzklopfen, Schwindel etc. in seine Behandlung kam, vollständige Heilung nach Abtreibung der Parasiten. Ebenso erklärt Strong den Wurm für die Ursache intermittierender Diarrhöen und gastrointestinaler Störungen, und Kurlow findet den Grund einer t von ihm in Sibirien beobachteten Form sporadischer, blutiger Durchfälle in der Gegenwart des Strongyloides stercoralis. In einem tödlich verlaufenen Falle waren beobachtet worden: akuter Beginn der Krankheit, hohe Temperatur (38—39,2°), rapide Abmagerung und blutige Durchfälle unter Drängen und