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Prof. Dr. A. Looss.
1903 Symmers, W. St., Note on a new form of liver cirrhosia due to the presence of the ova of Bilharzia haematobia, in: Journ. Path. and Bact. IX. Nr. 3. Dec. S. 237—9.
1896 Trekaki, P. et von Eichstorfp, A.,1 Une nouvelle origine des fistules urethrales (Contribution ä l’etude de la Bilharzia haematobia), in: Ann. des Maladies des org. genito-urin. Sept. S. 769.
1900 Walker, E., Bilharzia haematobia, in: Journ. Amer. med. Assoc. Nr. 7. S. 390—92. 1899 Webb, T. L., Note on a case of Bilharzia disease, in: Lancet. Jan. 21. S. 156. 1902 AV illiamson, (I. A., Bilharzia haematobia in Cyprus, in: Brit. med. Journ. Sept. 27. S.956.
1904 Worth, E. H., Bilharzia haematobia (Corresp.), in: Lancet. Nr. 4200. Febr. 27. S.611.
Im Körper der Bewohner wärmerer Klimate kommen, soweit bis jetzt bekannt, noch folgendeTrematodenarten vor, anscheinend ohne ausgesprochene Erkrankungen hervorzurufen.
Gastrod iscus hominis (Lewis et McConnell) 1876.
Von Lewis und McConnell im Cöcum und Colon des Menschen in Indien entdeckt (Amphistomum hominis Lew. et McC.), später von Giles auch in Assam und (nach Manson) neuerdings von Law bei indischen Einwanderern in Britisch Guiana gefunden.
Ein fleischiger, 5—8 mm langer, hinten in eine 3—4 mm breite, ausgehöhlte Saugscheibe auslaufender und mit dieser an die Darm wand sich anheftender Wurm von rötlicher Farbe (Fig. 15). Die Eier sind 0,15 mm lang und 0,07 mm dick, gedeckelt, und besitzen wahrscheinlich eine farblose Schale und eine zur Zeit der Ablage noch ungefurchte Eizelle.
Fig. 15.
Gastrodiscushominis Lew. et McC. ca. nat. Gr. Links Bauch-, rechts Rückenansicht. Nach Lewis and McConnell.
Fasciolopsis buski (Lankestek) 1857.
Fig. 16.
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Fasciolopsis buski (Lauk) von der Bauchseite. ca. 3 /!. Buchstaben wie in Fig. 3 und 4. Nach Odhner,
1843 von Busk im Darm eines ostindischen Matrosen entdeckt und 1859 als Distomum crassum beschrieben; seitdem in Indien, Assam, Sumatra, Siam und China mehrere Male wieder beobachtet. Länge konservierter Exemplare (Fig. 16) im Mittel 30, Breite im Mittel 9 mm; im Leben scheinen die Tiere nach den ersten Angaben von Busk bedeutend größer (bis 75 mm lang) zu sein. Eier denen der Fasciola hepatica ähnlich, 0,12—0,13 mm lang und 0,07—0,08 mm dick (Fig. 4 Taf. IX).
Fasciolopsis buski scheint, auch wenn nur in wenigen Exemplaren anwesend, bei seinem Träger heftige, blutige Diarrhöen zu veranlassen (Busk, Cobbold). Ein von Deuntzer in Bangkok behandelter Knabe litt an „typhoiden Symptomen: hohem Fieber, Apathie, tym- patischem Unterleib und Diarrhöe“. Nach einer Dosis Calomel gingen die Würmer ab und die Symptome besserten sich. Nach Manson reagieren sie auch auf Thymol (wie für Ankylostoma gegeben).
Literatur.
1902 Odhner, Th.. Fasciolopsis Buski (Lank.) [= Distomum crassum Cobbold], ein bisher wenig bekannter Parasit des Menschen in Ostasien, in: Centralbl. Bakt. I. Abt. XXXI. S. 573--81.