Druckschrift 
Der Baumwollbau in den deutschen Schutzgebieten : seine Entwicklung seit dem Jahre 1910 / hrsg. vom Reichskolonialamt
Entstehung
Seite
280
Einzelbild herunterladen
 

IK

SB

Eine Schätzung des Umfanges der Baumwollkultur in den einzelnen Bezirken ist jedoch noch möglich, und zwar durch ihren Saatbedarf, der ein ähnliches Verhältnis wie die Ernten aufweist.

Eine nennenswerte Steigerung der Produktion ist in Togo nicht eher zu erwarten, als bis die Bahn Lome-Atakpame nach Norden weitergeführt sein wird. Die im Sokode-Bezirk ein­geleiteten Versuchsarbeiten werden inzwischen die noch schwebenden Fragen der Sortenwahl usw. (s. o.) geklärt haben.

Die Differenzen im Wert der in den Jahren 19x1 und 1912 ausge­führten Baumwolle erklären sich aus der Preisgestaltung des Welt­marktes. Die Qualität war erwiesenermaßen in beiden Jahren gut.

Tabelle 39.

Für Togobaumwolle loco Hamburg pro 14 kg gezahlte Preise 1 ).

I9IO

I9II

1912

1913

Pf.

Pf.

Pf.

pf.

Januar

74

7175

4358

5278

Februar

72 %

721473

4360

5065

März

6873 y 2

70

4663

5065

April

6874

74

4764

506414

Mai

5973

76

4959

5062

Juni

73

7878 !4

5064

5061

Juli

757514

5465

5062 y>

August

7476

6465

60 69 y 2

4960 14

September

7375

6265

50 60

5467

Oktober

6072

5052

5061

5770

November

73

48

5264

5769

Dezember

5875

5265

52 65

Minimalpreis

58

48

43

49

Maximalpreis

76

78 V.

69 y 2

78

8. Schlussbetrachtungen.

Über die Aussichten der Baumwollkultur im Schutzgebiet berichtet der Kaiserliche Gouverneur neuerdings folgendes:

Die Vorbedingungen für die Hebung des Baumwollbaues sind in den einzelnen Bezirken verschieden.

Im Bezirk Atakpame, der bisher schon von allen Bezirken die meiste Baumwolle produzierte, ist die Möglichkeit und Wahrschein-

*) Nach den im Deutschen Kolonialblatt veröffentlichten Marktberichten.