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Der Baumwollbau in den deutschen Schutzgebieten : seine Entwicklung seit dem Jahre 1910 / hrsg. vom Reichskolonialamt
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lieh des Monu und Ogu. Die auf diesen Böden angebaute Baumwolle hat in der Regel einen besseren Stand als die auf den weniger günstigen Gneis- und Granitböden.

Nördlich von Kpedji, links und rechts des Monu liegen die Ver­hältnisse ähnlich wie im Küstenhinterland, nur daß das gesamte Gebiet höher über dem Meere liegt. Hier befindet sich ein Teil der Baumwoll­anbaugebiete des Bezirkes Sokode.

Westlich des Togogebirges liegt das Otitiefland, mit den Verwaltungs­bezirken Kete-Kratschi und Mangu-Fendi. Die hier für den Baumwollbau in Betracht kommenden Böden können erst in Nutzung genommen werden, wenn ein Abtransport durch die Anlage besserer Verkehrsmittel möglich geworden ist.

2. Klima. 1 )

Wie in Ostafrika, so sind auch in Togo Gebiete mit je einer und solche mit je zwei Regen- und Trockenzeiten zu unterscheiden.

Zu den ersteren gehört der ganze Norden, also die Bezirke Sokode und Mangu-Jendi, dazu Kete-Kratschi mit Ausnahme des höheren Ge- birgslandes, ferner Atakpame mit Ausnahme des westlichsten Teiles und der Landschaften Nuatjä und Sagada.

Zum Gebiete mit je 2 Regen- und Trockenzeiten gehörten außer dem Gebirgsteil von Bismarckburg bis Ho, Südtogo, davon besonders markant Kpandu, Ho, Tafie und Tokpli, und von Mitteltogo die Land­schaften Nuatjä und Sagada. In der eigentlichen Küstenzone von Lome bis etwa 25 km nördlich der Monu-Mündung ist die zweite Regenzeit häufig verkümmert.

In Nuatjä und Sagada, welche als Übergangsgebiete anzusehen sind, ist die Regenpause im Sommer nur sehr kurz. In Togo sind überhaupt die Baumwollanbaugebiete nicht so verschieden bezüglich ihrer Regenverhältnisse, wie in Ostafrika.

Hemmend für den Baumwollbau wie für die Landwirtschaft über­haupt ist in manchen Jahren die geringe absolute Höhe der Nieder­schläge. Und zwar hat sich nach den bisherigen Erhebungen gezeigt, daß in Togo in Zwischenräumen von etwa je 8 Jahren 2 trockene Jahre eintreten, also eine gewisse Periodizität der Dürreperio­den herrscht. In der Produktion und den Ausfuhrwerten macht sich das mehr oder weniger deutlich bemerkbar. Wie aus den im folgenden wiedergegebenen Berichten hervorgeht, stellen die Jahre 1912 und 1913 zusammen eine Trockenperiode dar; frühere derartige Perioden fielen

J. >

9 Nach Meyer, Das deutsche Kolonialreich, Bd. II, Leipzig 1910.