Druckschrift 
Der Baumwollbau in den deutschen Schutzgebieten : seine Entwicklung seit dem Jahre 1910 / hrsg. vom Reichskolonialamt
Entstehung
Seite
112
Einzelbild herunterladen
 

im

«i

m

8. Ausfuhr und Preise.

Der Erfolg der bisherigen Bemühungen zeigt sich zahlenmäßig in den Ausfuhrziffern nachstehender Tabelle:

Tabelle 24.

Jahr

Baumwolle

Ballen zu 250 kg

Wert pro kg

Gesamtwert

M.

1902

i,5

00

0

212

1903

37

0,79

7 317

1904

752,5

0,65

123 892

1905

755

1,04

196 765

1906

754

0,94

179 348

1907

926

°,97

224 533

1908

xo8i

0,92

249 438

1909

2077

0,85

440 461

1910

358 i

1,21

751 299

I9II

4322

1,23

1331 818

1912

7526

1,12

2 xxo 236

1913 wird die Ernte auf 910000 Ballen geschätzt.

Nach der ersten starken Steigerung in den Jahren 1904 und 1905 trat 1906 als Folge des Aufstandes vorübergehend ein Stillstand ein. Das langsame Ansteigen in den Jahren 1907 und 1908 war die Folge der Unsicherheit in allen, den Baumwollbau betreffenden technischen Fragen. Je mehr hierin Wandel eintrat, und je mehr auch die Eingeborenen sich an der neuen Kultur beteiligten, um so steiler ging die Kurve der Ausfuhr- ziffem in die Höhe.

Mit 1909 ist ein erfreulicher Aufstieg zu verzeichnen, seit 1910 auch ein merkliches Anziehen der Preise. Letzteres mag zum Teil auch der sorgfältigeren Pflücke und besseren Weiterverarbeitung zugeschrieben werden können; im wesentlichen aber wird die Preisgestaltung selbstver­ständlich durch den Weltmarkt bestimmt. Hiermit steht auch der allerdings geringfügige Preisrückgang des Jahres 1912 in Zusammen­hang (s. Tabelle 25).

Die Preisunterschiede zwischen Upland- und ägyptischer Baum­wolle ostafrikanischer Herkunft bewegten sich also in den Jahren 1911 bis 1913 für die Minimalpreise zwischen 610, für die Maximalpreise zwischen 1424 Pf. Das macht auf den Ballen von 250 kg: 3050 bzw. 70120 M. aus.