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Das Verhältnis zwischen dem kaiserlichen Verordnungsrecht und dem Verordnungsrecht des Reichskanzlers in den deutschen Kolonien / von Walther Dittmann
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fdjriften auf bie Beamten bon Kamerun unb 2ogo mit an= bereu ©orten imittelbar auf ben § 11 beS atten SdjutjgebieU gefetjeS."

©inmal nennt alfo ber ©oitberneur als StedjtSgrunbtage feiner Berorbnung Delegation feitenS beS StaiferS, fpiiter bei Siegelung berfelbeit SJiaterie eine foldje bitrcf) ben SteidjSfanjfer. Darauf mürbe folgen, baff beut SteidjSfanjfer ein mit bem beS $aiferS lonfurriercnbeS BerorbnungSredjt in ben beuifd)eit Kolonien 3 uftept!

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§ 1 .

$cr ^crorbmiuflSbcgriff int Sififlcmctncu.

Der begriff berBerorbnung" ift ein jloeifadier, im ma= ierieden unb im formeden Sinn. Die materiede Seite besjeiben ergibt fid) aus bem ©egenfati oou ©efei 3 eS= unb BermaltungS» borfdfrift, bic formede auS ber Jijeorie bon ber Teilung ber ©eloalten. Bad) ber legieren pat bie BotfSbertretung eine 9Bit= loirfung loopl bei bem ©rtafj bon ©efetsen, nidj't aber bon Ber= orbnungen 1 ). Diefe finb burdfauS ©efetje im materieden Sinn, aber für fie ift bie erleidjterte gornt geftattet, in ber fonft nur BermaltungSborfdfriften erlaffen merben, b. I). eben, bie Qu= ftimmung ber BolSbertrctung ift für ifjrc ©ültigfeit nidjt er= forberfid). Die Berorbnungen .gerfaden nun, je nadjbent fie eine StedjtSborfdjrift ober eine BebnialtungSborfdjrift barfteden, in StedjtSberorbnungen unb in BertoaltungSberorbnungen 2 ). Die BerioattungSberorbnung ift nidjtS anbereS als ein Dienftbefepf, eine ©eneralberfitgung 3 ), bie nur SledftSlbirfungen pat innere palb beS BerioaltungSapparateS felbft, nidjt gegen Dritte. Die BecptSberorbnung bagegen ioenbet fid) an bie Untertanen be^lo.

1) Den SluSfüprungen SabanbS II ©. 87 folgenb.

2) BeuerbingS allgemein anerfannt, Dgl. Öabanb II @.87 unb bie bort angegebene Stteratuv.

8) itabanb II @. 198.