Räch dein Jusammenbruche der österreichisch - ungarischen Monarchie hat die neueingesetzte slowenische Nationalregierung das deutsche Element in Krain vollständig entrechtet, obwohl die 'Deutscheu seit vielen Jahrhunderten im Lande bodenständig sind und obwohl die Slowenen die Entwicklung einer eigenen nationalen Kultur vor allem den Deutschen verdanken, worüber die Geschichte des Landes 'Aufschluß gibt,
I. Geschichtliche Entwicklung.
Die Slowenen oder Winden sind in das Gebiet, das heute das Ltind Krain bildet, am Ende des 6. Jahrhunderts, von den über sie herrschenden 'Awaren gedrängt, eingewandert und haben mit einer geringen Unterbrechung während der Herrschaft des Königs Samo «n2Z -658) nie irgend welche staatliche Selbständigkeit besessen, 'Am Ende des 8. Jahrhunderts kam Krain unter fränkische Herrschaft und blieb von da an in der innigsten Verbindung mit den benachbarten deutschen Ländern, deren Geschicke es teilte. Seit den Karolingern bürgerten sich deutsches Recht uud deutsche Verwaltungsformen (Grafschaftsverfassnng) ein. Seit dem X), Jahrhundert begann die deutsche Besiedlung des Landes, das unter den Eingriffen der Madjaren stark gelitten hatte und entvölkert war. Deutsche Ritter- geschlechter wurden mit Lehen bedacht, besonders aber die Kirche, so die Bistümer ^vreising und Briren, die viele 'Ansiedler aus Bayern vor allem nach Oberkrain (Gegend um Beides und Bischoflack) heranzogen, die das Land unter den Pflug nahmen und die slawischen Bewohner mit den deutschen Sitten bekannt machten. Seit dem 12. Jahrhundert beginnt die Gründung der Städte, unter ihnen der späteren Landeshauptstadt LaibacK, deren deutscher Name urkundlich zum erstenmal im Jahre 1114 erscheint, 'Alle Städte wurden nach deutschem Rechte verwaltet uud hatte« bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts deutsches Gepräge, Aus einem Verzeichnisse der städtischen Richter Laibachs aus dem 15, Jahrhundert geht hervor, daß im Zeitraume 1412 bis 1472 unter Z>» Richtern 21 deutsche, 7 slawische und 2 italienische Ramen hatten. Die deutschen Bauerusiedlungen waren im ganzen Lande verstreut und zahlreiche Ortsnamen weisen noch heute auf deutschen Ursprung bin, 'Ans den ?vreisingischen Besitzungen in Qberkrain waren, wie man aus den noch erhaltenen Urbarien schließen kann, 41 Prozent aller Huben in Händen deutscher Bauern. In der Gegend von 'Fcichting bei Krainburg wurde noch