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Ona tago lea 'o Aga'e, 'ua fa'aui ao, 'na tu'u i Inga o le pogainiu. 'A e 'a'e i Inga; ona tepa ifo lea i lalo, 'na tago Taü i ao. Ona vala'an ifo lea 'o Aga'e: 'Aüa 'e te tago i mea pa'ia. 'Ua leniafai Taü, 'na 'u'u i lona linia ma sola i le faletolu Ona alu ifo lea 'o Aga'e, 'na tagi Fitiuta. 'Fa 'avea ao sa ia te ia.
'Ua si'i mai le taua le Fitiuta i le faletolu, 'a 'ua leniafai ona toe mau atu 'o ao.
Dann nahm Aga'e seinen Titel und zog ihn aus und hing ihn an einen Kokospalmstumpf. Dann kletterte er hinauf, und als er hinabschaute, sah er, wie Taü nach dem Titel griff. Darauf rief Aga'e hinab: Lass das, du sollst nicht geweihte Sachen anfassen. Aber Taü wollte nicht, er hielt den Titel fest und lief weg nach dem faletolu. Darauf stieg Aga'e hinunter und Fitiuta weinte. Der Titel war von ihm genommen.
Darauf begann Fitiuta Krieg 1 2 gegen das faletolu, aber es konnte den Titel nicht wieder bekommen 3 .
A. Anhang 5. Die Geschichte von dem (glatten Felsen) Papa'iila (O le tala o
le Papa'iila).
Fa'aifo le Fale'ula 4 le lagi. Ona taunu'u lea i Fatufatumealuga. Ona toe si'i ifo lea i Folauga, 'ae mulimuli ifo i Laufuti 5 . Ona tü ai lea 'o le fale.
'Ua tele tausaga ma masina 'o taumafai pea lea fale. Ona alu atu lea 'o le va'a i Laufuti, 'ua na ona va'ava'ai i lugä, 'ua leai se togafiti e mafai ai ona 'ave ifo 'o le fale.
'A 'o Pili 'o taliu lava ia, ona fai atu lea 'o le 'auva'a: Pili e, 'a 'e nofo pea lava, 'e te le alu a'e? Se'i fai se togafiti e mafai ai le fale. Ona tü lea 'o Pili i Inga, 'ua tago i le fanä o le va'a, 'ua fa'atü i Inga. Ona 'a'e ai lea i Inga, 'ua 'ave ifo le fale.
Das Fale'ula ist vom Himmel heruntergekommen. Es kam an in Fatufatumealuga. Dann hoben sie es wieder nach Folauga und dann wieder weiter abwärts nach Laufuti. Dort setzten sie das Haus hin.
Viele Jahre und Monde versuchten die Leute das Haus von dort wegzubringen. Da kam ein Schilf nach Laufuti und sie schauten hinauf und hatten keinen Einfall, wie sie das Haus herunterbringen sollten.
Als Pili 6 das Wasser ausöste, sprachen die Matrosen : Pili, warum bleibst du immer liier, gehst du nicht hinauf? Mach docli einen Anschlag, um das Haus herunterzubekommen. Darauf stellte sicli Pili auf, ergriff den Schitfsmast und stellte ihn hinauf 7 . Dann kletterte er empor und brachte das Haus herunter.
B. Die Reihenfolge der Tuimanu'a (O le ati Tuimanu'a).
Während im vorhergehenden Stammbaum A. die Tuimanu'a’s innerhalb der Familienzweige aufgeführt wurden, bindet sicli diese Aufzählung nicht an die Familienzweige, sondern zählt alle Tuimanu'a auf, welche als solche ausgerufen wurden, unbekümmert um die Abstammung, ähnlich wie bei den Päpsten. Da bei A. aber die meisten Tuimanu'a ohne Beinamen aufgeführt sind, so ist eine Einreihung
1 Faletolu ist Taü (siehe flp.).
2 Nach Po well auf dem Kampfplatz Leavatele bei Lefagä. Oneuli war die Grenze von Taü, und Taputapu die der Fitiut-a-Seite.
3 Siehe die Geschichte Anh. 3, wo der Sohn dem Vater den Titel raubte und die mit dieser ähnlichen Geschichte von Po well (Pratt-Fraser No. 3 p. 135 und No. 5 p. 205;, die wohl als die richtigere anzuerkennen ist.
4 Siehe über das wharekura (fale'ula) der Maori, das heilig war, bei Tregear p. 613 und flp. Taü. Fale'ula das Königshaus des Tuimanu'a, von denen die beiden Rivalen, Fitiuta und Taü, jeder eines hat. Während meines Aufenthaltes in Taü (Mai 1898) war das Fale'ula in Taü zerfallen wegen des Todes der Königin, während sich Tufelc in Fitiuta eben eines bauen liess, in der Form den üblichen faletele ähnlich, aber von riesigen Dimensionen. Er beabsichtigte, dasselbe der Familie seiner Frau auf Upolu, dem bekannten Suatele von Safata, zum Geschenk zu bringen. Nach Po well (Fratt- Fraser No. 4 p. 272) heisst fale'ula „glänzendes Haus“, den neunten Himmel bedeutend.
5 Laufuti liegt an der Ostkiiste von Taü. Die vorhergehenden Namen sind Rastplätze auf dem Berge von Taü.
8 Welcher Pili dies ist, wurde mir nicht klar, wohl der bekannte (siebe c. 19).
7 Er legte den Schiffsraast, den der Dämon wohl so sehr verlängerte, dass er hinaufreichte an den Felsen. Die Geschichte ist symbolisch. Über die weitere Geschichte des Fale'ula siehe die vorhergehenden Geschichten (1). Im ganzen verhält sich die Sache so: Das Fale'ula wurde nach Lefagä gebracht, dem felsigen vorspringenden Kap zwischen Fitiuta und Taü. Dort wohnte die Tagaloa-Familie darin und verlieh dort zum erstenmal den Tuimanu'a-Titel, worauf sie sich in den Himmel zurückzog. Der erste Tuimanu'a brachte dann das Haus von Lefagä nach Fitiuta, seiner Heimat. Als aber seinen Nachkommen der Titel entrissen wurde, kam das Fale'ula nach Taü, wo es bis heute verblieb, indem das faletolu jetzt das Recht hat, den Titel zu verleihen. Fitiuta ist aber immer noch widersetzlich, ja es scheint Aussicht, dass es den Titel wieder bekommt, da die derzeitigen Kronprätendenten, Elisala und Tüfele, in Fitiuta wohnen. Es hakt wohl nur daran, dass sie sich nicht dem faletolu unterwerfen wollen.
A. Krämer, Die Samoa-Inseln.
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