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Bd. 1 (1902) Verfassung, Stammbäume und Überlieferungen
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aläla mai le faletolu tulouga le atuali'i o le faletolu

tulouga alo tupu

tiilouga lau aläla Silia tulouga alo a usoalri

tulouga tama a to'ot.o'o tulouga le aualuma o le faletolu

tulouga le Samalaulu nia le aufaoa tulouga Gaguola ma le aufaoa tulouga alo a usoali'i

tulouga tama a to'oto'o

Ehrerbietung dir dem faletolu gegriisst die Kawakauer des faletolu

gegriisst Künigssolin

gegriisst deine Mächtigkeit. Silia gegriisst Söhne der Bruderhäupt­linge

gegriisst Söhne der Sprecher gegriisst die Mädchenschar des faletolu

gegriisst die Samalaulu und ihr Gefolge gegriisst Gaguola und ihr Gefolge

gegriisst Töchter der Bruder­häuptlinge

gegriisst Töchter der Sprecher

wie oben.

atuali'i hier für die heilige 'aumaga (siehe b. A. Anh. 3).

der Sohn des Tuimanua, der Kronprinz, der manaia im Gegensatz zur taupou.

Silia (Abst. siehe b. A. Anh. 21. Er ist der Leiter der Kawakauer hei der Königskawa, wie Seiuli bei der des Malietoa.

Samalaulu ist der stete Name der aus­erwählten taupou des Königs, des Tui- manu'a, der inlands im Fale'ula resi­diert, während der seewärts wohnende Familienzweig der Taofi für seine tau­pou den Namen Gaguola in Anspruch nimmt 1 . Siehe die Nanuola im Stamm­baum A.

2. Faleasao 2 .

Kleine Dorfschaft ohne Dorfteile, von manchen als zu Taft gehörend betrachtet, und von diesem durch einen niederen Bergrücken, an dessen Flanke der Weg in ungefähr 40 m Höhe führt, in 20 Minuten (von 'o Lumä aus) erreichbar. Vom Weg aus hat man einen schönen Blick auf Olosega und 'Ofu. Vom Wege meerwärts fällt das Land sehr schroff ab und bildet eine romantische Steilküste,

Utumanu'a genannt; am Kusse der Steilküste ist ein tiefes Loch im Meeresboden, wo ein starker Wirbel die Boote erfasst; hier liegt der Eingang zur Unter­welt (fafa), ähnlich dem von Falealupo. Doch werden wohl hier die Seelen sich nur hinein­stürzen, um nach Passierung der andern Inseln nach dem Pulotu in Savai'i zu kommen, ähnlich wie zu Fatuosolia auf Upolu p. 157 (Bastian No. 1 p. 52). Hier auch ein grosser Felsblock dem Wasser ent- ragend, genannt Fe'e, und oben am Wege ein Stein, ge­nanntder Netzsenkstein der Sa'umani, dem früher geopfert

wurde. (Über die Freundschaft von Fe'e und Sasa'umani, der grossen Fischerin, siehe Pratt-Fraser No. 1 p. 70; siehe auch 111. c. 11.) Faleasao in enger Bucht auf Sandstrand reizend gelegen, gegen Norden durch 100150 m hohe steile Felswand abgeschlossen, gegen Süden durch einen lang aus­gezogenen niederen Felsenvorsprung, genannt Mulinu'u, geschützt, hat ein ziemlich breites Saumritf, das die enge Bucht nahezu ausfüllt, Zu Faleasao gehört eine kleine Niederlassung (Landsitz) To'a, auf dem felsigen Nordkap Matatafa gelegen, in ungefähr einer halben Stunde von hier aus erreich-

No. 38. Das Stidkap der Faleasao-Bucbt, Mulinnu genannt, im Hintergrund rechts

Olosega.

1 Die Samalaulu trägt allein den grossen Kopfschmuck, die tuiga, in Manna; ulalei, den Halsschmuck aus Pottwal­zähnen, gieht es dort nicht,

2 Name bei Taü (Insel) und bei Sao (b. B. Anh. 1. p. 388).

A. Krämer, Die Samoa-Inseln.

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