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Hier heisst, es: Ona sau ai lea 'o le folau tauvale mai ia Toga; 'ua mauatu mai ia Fa'alogoiaisamoa. I)a kam die Reise zu Unrechter Zeit nach Tonga; er dachte an Fa'alogoiai- samo a.
Fa'alogoiaisamoa, der Malietoa Savea, wollte den Poluleuligaga für seine Familie in Samoa haben. Er wurde denn auch von dessen Sohn Malietoafaigä, welcher ja die Alainuanua, die Tante, des Polu, zur Frau Hatte, adoptiert. Er gilt als Befreier von Unterdrückung, wie er z. B. nach Turner p. 238 die Dorfschaft Solosolo in Atua von dem bedrückenden Dämon Maniloa befreite und auch seinen Adoptivvater Malietoafaigä seines Kannibalismus entwöhnte. Bei Turner p. 240, Stuebel p. 72 und Stair p. 240 ist die Geschichte erzählt, wie er sich statt der Menschen, die als Tribut (aso) kamen, in einen Kokoswedel einbinden liess, als ob er ein gebratener Mensch wäre. Als Malietoa öffnen liess und seinen Sohn darinnen fand, gab er die, Menschenmahlzeiten auf.
3. Die Nachkommen des Malietoa ia Falefatu.
Die Abstammung des Malietoa Falefatu ist unsicher. Nach Stuebel p. 101 ist er ein Sohn des Malietoa La'auli aus seiner 1. Ehe (siehe 1. gen 17) und wäre somit, ein Bruder der Gatoaitele, nach v. Bülow No. 9 p. 10 wäre er ein Sohn desselben Malietoa und der Nu'u i le Matuli, über deren Abkunft aber, wie zumeist, bei demselben Autor nichts beigefügt ist. Nach neueren Anfragen erhielt ich folgenden Aufschluss:
Ona pan ai lea 'o alo o La'auli na 'o tamaita'i, 'a e leai ni tamatane. Na soso'o atu 'o Mal. La'auli ma Mal. Falefatu, toe soso'o atu 'o Mal. Falefatu ma lona atali'i 'o Mal. Sagagaimuli; 'ua le niaua 'uma le fanau, 'a Mal. Falefatu.
Hiermit ist es zu Ende mit den Kindern des La'auli 1 , nur Mädchen, aber keine Söhne. Auf Mal. La'auli folgte Mal. Falefatu, auf diesen folgte, dann sein Sohn, Mal. Sagagaimuli; sie bekamen alle keine Kinder, ausser Mal. Falefatu.
Auch hieraus erfahren wir nicht mehr, als dass Falefatu eben nicht der richtige Sohn des La'auli ist, sondern nur, dass er diesem folgte. Da nun nach der Geschichte von Tamälelagi (siehe A. c. 2) die Gatoaitele gegen den Malietoafaigä Krieg führte, dieser aber unterlag, so erklärt es sich leicht, warum Sagagaimuli (denn dieser kann nur jener Malietoafaigä sein) keine Kinder, d. h. keine Nachfolger hatte. Wegen seiner Grausamkeit wurden seine Nachkommen von der Erbfolge abgesclmitten. Die Nafanua riss die Titel Gatoaitele und Tamasoäli’i an sich und übergab sie ihrem Adoptivkinde Salamasina, der Tochter des Tuiaana Tamälelagi. Nicht allein diese Titel gingen aber damit auf die Tuiaana-Linie über, sondern auch der Malietoa-Titel, insofern dieser auf den Enkel des Tamälelagi, den Taulapapa überging. So kommt es, dass der Malietoa-Stammbaum durch den Tuiaana Tamälelagi, den Enkel der Gatoaitele, weitergeführt werden muss, während die Malietoa-Anhänger, um dies zu vermeiden, den Stammbaum über Malietoa Falefatu weiterführen. In welcher Weise dies geschieht, sei hieraus ersichtlich, indem ich die beiden Auslegungen Stuebel’s und v. Bülow’s hier nebeneinander setze:
Stuebel p. 101. Abweichungen v. Bülow’s No. 9 p. 10.
Usu
Mal.
Falefatu
ia Yaematas
; a 1 a o
tele
Tasalaotele.
tasi 'o
Mal.
Saganaimuli
Sagamaimuli.
Usu
Mal.
Saganaimuli
ia S i n a a 1 e m
anau
i
Manaimuli (!).
tasi 'o
Mal.
Taulapapa
Taulaupapa (!)
Usu
Mal.
Taulapapa
ia Letelesä
tasi 'o
Mal.
S e i u 1 i
Mal. Leuli (!)
Usu
Mal.
S e i u 1 i
ia Foaifoaimai
tasi 'o Aeoainu'ü. tasi 'o Afuitevaaga, heiratete die
Togimatasiva tasi 'o Mal. Taulaupapa
mit Gatoaitele und Gasoloaiaoolelagi.