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Faleata-Leute rufen: „(.iiel> mir die Hälfte, gieb mir aucli etwas davon“ u. s. w. Der Trinkende giebt dann den Becher nicht zurück, sondern giebt ihn weiter, bis alle daran genippt haben. Daher das Sprichwort: Une, 'a 'na toia 'oe le manu, tä fa'alua 'o a'u 'o le aututü! „Une, wenn du vom Glück getrotfen bist, gieb mir die Hälfte, ich bin der erste Kopfabschneider!“ auch wohl zugesetzt: i faigaü „im Kampfe!“
Faleata ist itu'au (auch itu'au tasi, siehe A. c. 3) seiner tapferen Eigenschaften halber und stellt im Bunde mit der alataua Safata, welche Beziehung - im Sachenindex VIII. b. näher besprochen ist.
Tulouga a 'oe Faleata tulouga a 'oe Tauaitu
tulouga a aiga e fa
tulouga a ali’i e Ina:
susü mai lau susuga a Matai'a
atio mai lau alioga a Faumuinä
susü mai lau susuga a Seiuli 'o le alo o Malietoa
ae tulouga a lou ali’i 'o le Mata'afa
Gegrüsst du Faleata gegrüsst du Tauaitu
gegrüsst Familie der Viere
gegrüsst die zwei Häuptlinge: in Ehrerbietung willkommen deine susuga Matai'a
in Ehrfurcht willkommen deine Hoheit Faumuinä
in Ehrerbietung willkommen deine susuga Seiuli der Sohn des Malietoa
dann gegrüsst euer Häuptling Mata'afa
das faleupolu.
bezieht sich auf die zwei Sprecherhäupt- linge Veletaloola (Vaiioa) und Taliau- solo iVaiusu), die die Gewalt in den Händen haben. Ihre Boten sind Uligia und Faleafa (siehe fonob Audi Essens- verteiler.
vier Sprecher: Une, Lelrua in Vaimoso, 'Ulu in Toamua und Ale in Safune; auch kurzweg ‘o le to'afä genannt. Näheres über deren Machtbefugnisse (Tabu von Schweinen, Kokosnüssen u. s. w.) siehe S t u e b e 1 p. 104. Wegen Tlu heissen die Brotfrüchte in Faleata: fa'atau.
bescldiessen hauptsächlich über Kriegu.s.w.
Abst. siehe Malietoa-Linie b. 1. gen 9 bei Ata, dessen Sohn Patauave der Vater des Matai'a ist (Vaiusu). Ein Matai'a ist auch in Sato'alepai p. 59.
stammt von Tuiaana Faumuinä. Haben auch den Namen Malaita'i. Siehe Sape- setä Savai'i 111. b. 12. gen 21 (p. 103).
auch Seiuli Sa'o'aumaga genannt zum Unterschied von Seiuliali'i in Puipa'a (siehe U. b. 3. gen 22) und dem Seiuli in Solosolo. Her Seiuli von Vaiusu ist ein Sohn des Malietoa ‘AeVainu'ü, der eine Tochter des Sprechers Uligia freite (siehe b. 1. gen 26).
Titel von Faleata; tafa'i sind Vele und Tali. Über den Titel, der von Vele stammt, siehe c. 9. Ueber die Abst. des Tali und Vele b. 1. gen 9. II. usuga.
5. Vaimauga
t
mit den Dorfteilen Matafele, Apia, Matautn, Vaiala, Matafagatele und den Inlanddörfern Tanugamanono und Maniani, 20 Minuten hinter Apia zu beiden Seiten des Vaisigano gelegen. Dazu gesellen sich noch Fagali'i und Yailele, Letogo und Lauli'i, welche zwar eine grössere Selbständigkeit besitzen und auch, wie unten zu sehen, eine eigene fa'alupega haben, aber doch in Regierungssachen der Fuata von Matafagatele unterstehen. Die ersteren 5 Dorfteile gliedern sich in viele kleinere, welche heute zum Teil als Stadtteile von Apia bekannt sind; denn sie liegen so ziemlich alle im Bereich der Munizipalität. Die Bucht von Apia bildet ja ein Hufeisen, das nach Norden offen ist. Wandert man vom äussersten Westen ostwärts, so kommt man, wenn man die lange Halbinsel Dl u 1 i n u 'u passiert Hat, erst nach Sogi, dann nach Savalalo, weiterhin nach Saleufi, Matafele und Mulivai. In Savalalo sind die Gebäude der I). H. P. G., die Schule, der katholischen Schwestern (taupou sä) und die deutsche Schule, in Matafele das Hotel International, das Hotel Conrad und das ehemalige deutsche Konsulat, in Mulivai endlich die katholische Kirche, die mit der Missionsschule auf dem rückwärts gelegenen Yaeaberge (siehe Geschichte c. 12) in Verbindung steht. Hier liegt nahe dem Lande auf dem Mittelriff (siehe Karte) das Wrack des deutschen Kriegsschiffes „Adler“, welcher im Sturm von 1889 verloren ging. Auf Apia, welches im Grunde der Bucht liegt, und wo das Tivolihotel ist und die englische Mission ihr Hauptquartier hat, folgt, durch den Yaisigano-Fluss getrennt, Matautn, dessen Kap von Apia 10 Minuten entfernt ist, dann folgt Salopo, Lelepa, Vaiala 1 , Fuisa'a (Fluss), Taumea- sina (Fluss), Vaiioa und endlich Matafagatele (’/a Stunde von Matautn entfernt). Es wurde
’• In Vaiala liegt das amerikanische Konsulat, in Matautu das englische.