6. Eine Geschichte von Utufa'asili, der Tochter des Funefe f ai.
Ftufa'asili (sielie 1). 4. gen 15) sass eines Tages mit Afamasaga von Fasito'otai und dem M ulianafa'atoafe (1). 2) zusammen in Tufu und sie spielten Taliga matua. Es ist dies ein dem italienischen Mora sehr ähnliches Händespiel, das bei uns heute ähnlich gespielt wird, indem die flache Hand das „Papier“ darstellt (fola), gegen das die gehallte Faust, der „Stein“ (u'u), verliert, während dieser gegen zwei Finger, die „Schere“ (im Samoanischen nur der Zeigeflnger, tusi) Sieger bleibt. Im Samoanischen ist es nur insofern anders, als einer, welcher daran ist, eine der drei Arten Vormacht, und derjenige von den andern, welcher zugleich dasselbe macht, verliert. Dieses Spiel heisstauch Lupeiga und ist angeblich sehr alt. Als bei dem Spiel die beiden ersten gewonnen hatten, sagte Fa'atoafe: Tasi, Ina, fla, fä! Pe Ina te matea lo'u tiliV „Eins, zwei, drei, vier! Erratet ihr meine Gedanken?“ Denn man zäldte heim Händewerfen, und so zählte auch Fa'atoafe, um zu sehen, ob sie es rasch errieten. Er wollte rasch nach Fpolu verreisen und gal» den beiden auf, seine Gedanken zu erraten, welche sich damit beschäftigten, oh das Meer zwischen l T polu und Savai’i unruhig oder ruhig sei. rtufa’asili, seine Gedanken erratend, entschied sich für das letztere.
Folgendes war ihre Antwort:
'Fa agi mai le to’elau i Moso 1 , e moe fafagu ia le Polo; le Siuamouli 2 'ua ala laolao le vasa i Fpolu. Tali 3 to'elau, se nialaga olo,
tulei le fua, ua lavalava 4 5 * le oso; hui a'e i le ti, ifo i le nonu 3 , na ifo i Li n, tau i Fuiono“,
'o le ala e tasi lole 7 mauga i olo;
O le lau o le flso 8 , ’o le lau o le tolo,
'o se uso i ali i ma le uso i faleupolu,
’o le uso i tamä ma le uso i tinä, ma le uso i futi 9 10 ma le uso i lei.
Der Passatwind bläst auf Moso und weckt den schlafenden Polo auf; wegen des Siuamouli ist das Meer glatt um Fpolu. Wenn der Passat entgegen ist, geht die Reisegesellschaft zu Grunde,
die Flotte wird verjagt, die mit Proviant versehen ist.
Er steigt auf zum ti, herunter zum nonu,
herab zum Li'u, und steigt zum Fuiono,
ein Weg führt nur zum Fort auf dem Berge;
dies ist das Blatt des flso, jenes das des tolo,
der Bruder der Häuptlinge und der Bruder der Sprecher,
der Bruder des Vaters und der Bruder der Mutter,
das Mark der futi und das Mark des lei.
Alle die Gegenüberstellungen deuten auf einen Vergleich von Fpolu mit Savai’i. F tufa'asi li's .Mutter stammte von Fpolu, während Fa'atoafe's Mutter aus Tufu stammte, aus der Tagaloa-Familie, die der Vater der Ftufa'asili begründete. Diese heiratete auch den Tuiatua Fepulea'i (siehe b. 2 u. 4).
7. Der Gesang von Fatuliaupolu, ein Lied der Salemuliana.
Taputuisanä, die Tochter des Muliana Va i 1 o 1 o 1 ea 1 i'i gafa o'o (b. 2. gen IS), beweint hier den Verlust ihres Sohnes Fatuliaupolu, aus ihrer Ehe mit dem Manu'a in Safata. Fatulia war nach seiner Mutter Heimat in Tufu Gataivai gegangen, wo er heim Garnelentischen (tagoulai im Fluss von Leuten aus Sili und Vaiafai ilva) überrascht wurde. Denn Sili und Gautavai kämpften damals gegen Gataivai, Iva gegen Amoa, Salailua gegen Vaisala und Safune gegen Lealatele, also die vier Tagaloa- Dorfschaften gegen die vier Dorfschaften der Salemuliana.
Le Fatuliaupolu e talofa! Fatuliaujmlu du Ärmster!
E fasia 'oe i Salafai 10 . Du wurdest erschlagen in Salafai.
A 'otea ota aiga na i ai? Wo war meine Familie denn?
1 Moso. eine Landspitze zwischen Fogasavai'i und Sagone, die dem l’olo gehört.
2 Siuamouli, ein sanft wehender Wind, ähnlich dem Fisaga. ala, Ursache.
3 tali, antworten, gegenschlagen u. s. w. Pie schwachen Boote kommen gegen den kräftig wehenden Passat nicht an.
4 Java, reichlich.
5 ti und nonu, zwei Stiäueher, C'ordilync und Morindu.
ü Li'u und Fuiono, zwei Berge hei Falealupo.
7 lole, altes Wort für „hinauf“ oder „auf“.
3 liso das wilde, tolo das angepflanzte Zuckerrohr.
9 futi, eine Banane, uso hier das „Mark“; lei der Walzahn (hart).
10 Salafai = Savai'i isiehc h. 1).