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Aopo die Seveoti, die Tochter des Matofai, heiratete und den Tu'uleama'aga 1 gezeugt haben soll. In Aopo bekam Pili den Kamen Piliopo, und legte grosse Pflanzungen auf dem Landstück Laolao zwischen Aopo und As au an. Er erhielt den Kamen Tagaloa Aopo von den zahlreichen sa'ese'ese (siehe Bedeutung in der flp. von Aana) Häuptlingen von Aopo. Aber auch hier bekam er Streit. Es kam nun eines Tages der Tuiaana Tava'etele von Fasito'o mit seinen Leuten und hat um Tarosetzlinge (tiapula), da er von den grossen Pflanzungen des Pili hörte (nach Turner geschah dies in Palapala, einem Inlanddorf von Amoa, wohin Pili nach seinem Streit mit den Aopohäuptlingen gegangen war). Er erhielt so viele, dass alle seine Leute die Setzlinge nicht tragen konnten, und so erbot sich Pili, diese selbst nach Upolu zu bringen. Hun ging die Reise los, während der verschiedenemale sein Tragestock von der Last brach. Davon erhielten verschiedene Plätze ihre Kamen, so in Lealatele Vaisa'ulu (ulu amo, Brotfruchtbaumtragestock), dann in Iva der Dorfteil Lalomalava (unter dem Mamalava-Baum), in Satupaitea der Wald Fuafua (ein Baum). Von dort ging Pili nach Aana 2 . Er legte nun in Aana Pflanzungen an, die bis Lefagä reichten, wo er hinter Falease'elä seinen Tragestock wegwarf, der zu einem herrlichen Fu'afu'a- Baum emporwuchs. Dann heiratete er die Tochter des Tuiaana; da sie aber immer nur pota, gekochte Taroblätter, zu essen hatten, veranstaltete er seine berühmten Fischzüge, die so viel brachten, dass der Fischsack ins Meer ausgeschüttet werden musste: 'Ua sa'a i tai le'upega o Pili (Stuebel) und f ua tasi le 'upega o Pili, „der eine Fischzug der Pili“. Über die vier Knaben des Ehepaares siehe dann die folgende Geschichte.
4. Die Geschichte vom Bruderkrieg ('o le tala o le taua o le uso).
Sa nonofo le uso e to'afä i Upolu nei, 'o Saga le tasi, 'o Ana le tasi, 'o Tua le tasi, 'o Tolufale le isi. 'Ua nonofo pea i latou nu'u i aso e tele ma fai latou äiga. 'Ua o'o i le tasi aso, ona fa'apea mai lea 'o Saga i ona uso: E lelei, ona tatou ö e su'e le nu'u e ta'itasi ma nofo ai le tagata. Ona fa'apea mai ai lea 'o ona uso: 'Ua lelei. 'A e 'aumai ia 'o a tatou mea, 'ina tufa e alu ai le tagata ma lana mea. Ona 'avane ai lea 'o a latou mea, ‘o le tao, ma le 'uatogi, ma le to'oto'o ma le fue ma le 'oso, 'o mea ia sa teu e le uso nei. 'Ua fai atu le tasi: 'A toe tu'u fo'i eä; inä tufa ia 'o le mea a le tagata e alu ma ia i le mea e nofo ai. Ona tufa ai lea 'o a latou mea; 'ua 'ave le to'oto'o ma le fue ia Saga, 'a e 'ave le tao ma le 'uatogi ia Ana, 'a e 'ave le oso ia Tua, 'a e leai se mea a Tolufale. Ona
Vier 3 Brüder lebten auf Upolu hier, Saga 4 war der eine, Ana war der andere, Tua war der dritte und Tolufale der letzte. Sie wohnten beständig in ihrer Dorfschaft viele Tage und gründeten ihre Familien. Eines Tages sprach Saga zu seinen Brüdern: Gut, lasst uns gehen und jeder sich einen Ort suchen, wo er mit seinen Leuten wohne. Darauf sprachen seine Brüder: Gut! Lasst uns unsere Sachen bringen, damit wir sie verteilen und die Leute mit ihren Sachen Weggehen. Darauf brachten sie ihre Sachen, den Speer und die Keule, und den Rednerstab und Fliegenwedel und den Grabstock, lauter Sachen, welche die Brüder in Verwahrung hatten. Da sprach der eine: Lasset die Sachen nicht wieder liegen; verteilt sie unter die Leute, welche sie an die Plätze, wo sie wohnen wollen, mitnehmen sollen. Dav- auf verteilten sie ihre Sachen; sie gaben den Rednerstab und den Fliegenwedel dem Saga, während sie den Speer und die Keule Ana gaben, und den Grabstock dem Tua 5 , nur Tolufale erhielt nichts. Darauf ging
1 Siehe III. c. 3 und VI. c. 28.
2 Dieses „ging“ bringt v. Bülow auf den ungeheuerlichen Schluss, dass Savai'i und Upolu damals durch Land verbunden gewesen seien. Dasselbe müsste man ja dann auch bei uns schliessen, wenn man erzählt, „er ging nach Amerika“. Eine ähnliche kühne Schlussfolgerung betreffs der Fiti-Reise passiert in derselben Arbeit, dass nämlich vielleicht Fidji und Samoa früher näher zusaramengelegen hätten, weil die Samoaner eine so lange Seereise bei ihren ungünstigen Schiffs- und Proviantverhältnissen kaum hätten machen können. Abgesehen davon, dass das letztere nicht zutrifft, sollten solche Schlüsse lieber fortbleiben, da sie einer sonst so guten Arbeit nur Eintrag zu thun im stände sind. Wahrscheinlich ging Pili nach Satupaitea, weil dort die Boote des Tuiaana lagen, oder weil bis dorthin seine Pflanzungen reichten, oder aus sonst einem Grunde, wenn er überhaupt dorthin gegangen ist.
3 Über die 4 resp. 5 Söhne des Pili siehe No. 2.
4 Für Saga liest man häufig Sana; wahrscheinlich hiess er Tuamasaga, da Tua und Ana Zwillinge (mäsaga) waren, und er nach diesen geboren wurde. Darüber siehe Turner p. 234, der übrigens p. 4 auch Saga auffuhrt.
5 Tua erhielt den Grabstock behufs Anlage von Pflanzungen. Tua heisst nach Turner p. 234 nach dem Rücken einer Schildkröte und Ana nach einer Höhle (Ana). Deshalb muss Aana geschrieben werden und nicht A'ana. Über die Heirat des Tolufale mit einer Manonojungfrau siehe Aana IV. A. b. 13. Der Name „Dreihaus“ soll kommen von Manono, Safotulafai und Palauli, über die Tolufale Macht gewann. Er soll die Aufsicht (silasila mamata) über die andern er-