Die Belgische Kongo-Kolonie.
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l'bcrcinkommcn vom 22. Juni 1903 übertragen wurde, ist im allgemeinen etwa 2000 m breit und mit Inseln durchsetzt, an einzelnen Stellen in der Breite auf 600 m eingeschränkt. Schiffe bis zu 100 t verkehren hier leicht zu allen Jahreszeiten und legen den 320 km langen Weg stromaufwärts in drei, stromabwärts in zwei Tagen zurück. Der Eracht- dienst wird von vier Schleppdampfern bewirkt: zwei von 35 und je einer von 100 und 70 t Schleppkraft. Die Leistungsfähigkeit der Haltung ist nunmehr der des Kongo stromabwärts von Stanleyville gleich, nachdem die erforderlichen Arbeiten zur Verbesserung ausgeführt wurden.
3. Kindu- Kongolo.
Dieselbe Gesellschaft erhielt auch die Konzession zu der dritten l : mgehungsbahn zwischen den Fällen von Sendwc und Porte d'Enfcr, von Kindu nach Kongolo oder Buli. Zu diesem Zweck wurde im Jahre 1909 das Aktienkapital auf 50 Mill. Fr. erhöht. Zugleich erhielt der Kongostaat abermals 100000 Dividendenaktien zu den schon früher überwiesenen 100000 Stück Aktien hinzu.
Die Bahn, 355 km lang, ebenfalls in 1 m-Spur hergestellt, hält sich zunächst nahe dem linken Ufer des Lualaba, das sie bei Lufubu verläßt, um in südsüdöstlicher Richtung weiterzugehen und unmittelbar stromaufwärts von Porte d’Enfer gegenüber der Insel Kongolo, nördlich von Buli, zu endigen. Die Linie beginnt auf 500 in Höhe, übersetzt zahlreiche tief eingerissene Wasserläufe, überschreitet bei km 300 die Wasserscheide zwischen den Lualaba-Zuflüsscn Kibamba und Mushii auf 770 m Mecrcshöhc und endigt auf 585 m Höhe. Die Arbeiten begannen im Oktober 1906, und die Gleisspitzc war Ende Dezember 1910 an dem stromab gelegenen Ende der oberen Haltung Bukama Kongolo angelangt; damit war der Vorkehr der schiffbaren Wasserstraße des oberen Lualaba von Kongolo bis Bukama. rund 1440 km von Stanleyville, angcschlossen. Der Betrieb wurde 1911 eröffnet. Der Oberbau ist derselbe wie bei der zweiten l'mgehungsbahn. Größte Steigung 1:50, kleinster Bogcnhalbmcsser 100 m. Die Bahnstrecken Stanleyville —Ponthierville und Kindu--Kongolo sind mit Fernsprecher ausgerüstet. Auf der Strecke Ponthierville—Kindu ist der Wasserstraßenbetricb mit sechs Schiffen von 30 100 t Raumgchalt eingerichtet. In der
Nähe von Ponthierville sind Lager von bituminösem Kohlcnschiefer auf- gefunden, die wertvollen Brennstoff für die Balm in Aussicht stellen.
Die Kosten der Bahn, rund 66000 Fr. für das km, sind gegen die früheren Bauausführungen erheblich ermäßigt.
Der Transcongolais. Die obere Wasserstraßcnhaltung Ko ngolo — Kaleng we gestattet Dampfern die Durchfahrt bisBukama.unterhalbder Stromschncllen von Kalcngwe, auf etwa 640 km, bis an die Nordgrenzc des Erzgebietes von Katanga. Der erste Abschnitt, 420 km, von Porte d'Enfer bis zum See von Kisale ist das ganze Jahr über schiffbar und erfordert nur stellenweise Baggerungen. Dagegen erheischte der zweite Abschnitt, die Durchfahrt durch den Sec von Kisale, größere Arbeiten, weil der See bei geringer Tiefe von Papyrusstauden und Wasserpflanzen durch-