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Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas / von F. Baltzer
Entstehung
Seite
188
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Die nicht deutschen Kolonialbahnen in Afrika.

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Paul nach Randon t,Besbes), 11 km, mit Dampf betrieben. 2- Ge­sellschaft der Eisenbahnen auf den Landstraßen (sur routes d'Algerie) im Departement Algier: von El-Affroun nach Marcngo, 19 km, Dampfbetrieb; von St.-Eugene nach Rovigo und Zweiglinien, 47 km. Dampf- und elektrischer Betrieb; von Dellys nach Boghni, 67 km. Dampfbetrieb; von Algier nach Colea, 51 km, Dampfbetrieb; zusammen 184 km. 3- Gesellschaft algerischer Trambahnen: in Algier vom Höpital Du Dcy nach der Voirolsäule, 9 km, mit elektrischem Be­triebe; M. Dalaise: von Algier nach El-Biar, 7 km, mit elektrischem Betriebe. 4. Im Departement Constantine: Gesellschaft von Biskra und del Oued-Rirk, von Biskra zur heißen Quelle und Nebenlinien, 11 km, mit Pferdebetrieb; Trambahn-Gesellschaft von Bona nach La Calle und Erweiterungen, von Bona nach La Calle, 88 km, mit Dampfbetrieb. 5. Im Departement Oran: Gesellschaft der elektrischen Trambahnen von Oran. das Netz in der Stadt Oran, 16 km, Bahnen mit elektrischem Betriebe

Die Gesamtlänge der Trambahnen beträgt 326 km.

Tunis.

Tunis steht unter einem eingeborenen Herrscher, dem Bey von Tunis, der sein Amt seit dem Jahre 1881 unter französischer Ober­herrschaft ausübt, und dem die Eisenbahnhoheitsrechte zustehen. In­sofern besteht also ein wesentlicher l'nterschied gegen Algerien.

In Tunis beginnt die Eisenbahnfrage im wesentlichen zwanzig Jahre später als in Algier. Am 8. März 1877 schloß die im Nordosten von Constantine ansässige Gesellschaft Böne-Guelma als Rechts­nachfolgerin der Baugesellschaft Batignolles mit dem Bey von Tunis einen Vertrag wegen des Baues einer Eisenbahn von der Hauptstadt Tunis in westlicher Richtung nach der algerischen Grenze, etwa 220 km. Vorher hatte nur die Tunesische Eisenbahn-Gesellschaft im Jahre 1872 eine rund 30 km lange vollspurige Bahn von Tunis nach den nordöstlich gelegenen Hafenplätzen von La Goulette und La Marsa gebaut. Diese von englischen Unternehmern hergcstelltcn und ver­walteten Bahnen, deren Bau nur 800000 M gekostet hatte, wurden 1880 für 3386000 Jt> von der italienischen DampfergesellschaftRubattino erworben und in Betrieb genommen, der die italienische Regierung aus politischen Gründen eine Zinsbürgschaft gewährte. Im Jahre 1898 indes ging diese Bahn für 6075000/£ in den Besitz der Böne-Guclma- Gesellschaft über. Diese Gesellschaft hatte 1888 auch die Feld­bahn von Susa an der Ostküste nach Kairuan, 58 km, angekauft, die von den französischen Pionieren 1882, ein Jahr nach der Besitz­ergreifung von Tunis, zunächst als Pferdebahn angelegt worden war. Die Gesellschaft Böne-Guelma stellte die erwähnte Bahnlinie von Tunis westlich über Djedeida und Suk-el-Arba nach der algerischen Grenze, die sog. Medjerda-Linie, 196 km, und die Strecke TunisHamman- el-Lif, 16 km mach Osten), in europäischer Vollspur, zusammen 212 km. in etwa lOjäliriger Bauzeit, bis zum Jahre 1888 her. Die Medjerda-Linie