Mauritius.
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füllen konnte, die an sein Zustandekommen geknüpft worden waren; diese lagen auf anderen, politischen Gebieten und waren als Gegenleistung für das deutsche Zugeständnis gefordert worden. Hiernach wird man für die Kap—Kairobahn nunmehr die scharf westliche Ausbiegung in das belgische Kongogebiet über Stanleyville und ihre Führung weiter über Bukama und Elisabethville in Kauf nehmen müssen. Mit dem Eindringen in kongolesisches Gebiet verliert aber selbstverständlich die Kap Kairobahn einen wesentlichen Teil des Interesses, das die englische Regierung aus allgemeinen imperialistischen Rücksichten ihr früher entgegengebracht hatte, und somit ist nicht anzunehmen, daß die vorhandenen Lücken des Mittelstückes der Kap— Kairobalm sich in absehbarer Zeit schließen werden.
Der obere, sogenannte Weiße Nil ist übrigens von Khartum aufwärts bis Lado und Rejaf und weiter, mit Ausnahme einer 150 km langen Strecke, die durch eine Bahn zu umgehen wäre, von Dufilö bis zum Albcrtsee schiffbar. Von Khartum bis Lado hat der Dampfer 1726 km zurückzulegen. Vom Albertsee würde dann in westlicher Richtung bis Stanleyville, dem Tale des Aruwimi folgend, eine Bahn von rund 750 bis 800 km Länge herzustellen sein, wie dies schon seit längerer Zeit von der Gesellschaft der Oberkongobahnen nach den Vereinbarungen mit der Regierung vom 4. Januar 1902 und 18. Juni 1903 beabsichtigt war. Diese Bahn müßte also von der genannten belgischen Gesellschaft, und der Bahnabschnitt Rejaf Dufile von der englischen Regierung ausgeführt werden, um die ganze Verkehrsstraße vom Kap bis Kairo in dem vorstehend geschilderten Linienzuge zu vervollständigen und betriebsfähig zu machen. Ob auf Erfüllung dieser beiden Vorbedingungen in absehbarer Zeit zu rechnen ist. erscheint zweifelhaft, und so wird man sich wohl damit abfinden müssen, daß die beiden Zweige der Kap—Kairobahn einstweilen ohne das verbindende Mittelglied bleiben werden.
Mauritius.
Auf der im Indischen Ozean östlich Madagaskar, 130 km nordöstlich Reunion gelegenen, seit 1815 britischen Insel, 1847 qkm groß, deren Boden ungemein fruchtbar ist, haben die Engländer von 1862 bis 1865 eine vollspurige Staatsbahn zunächst von der Hauptstadt Port Louis an der Nordwestküste ausgehend, einerseits nach Norden, andererseits durch das Innere nach der im Südosten gelegenen Küstenstadt Mahebourg, zusammen 148 km hergestellt. Späterhin wurden noch mehrere kleine Stichbahnen angelegt, so daß der Bahnbesitz im Jahre 1905 194 km vollspurige (Spur 1,435 m'i und 16 km schmalspurige (76 cm = 2'6" engl.) Bahnen umfaßt; letztere ist eine Waldbahn, die Rivicrc-Kanaka Govcrnment-Forest-Railway oder Bois cheri-Bahn im Südosten der Insel, von der Station Riviere du Poste, die Savannen-Zweigbahn der Midlandlinie schneidend, nach Mexiko.
Das Vollspurnetz besteht aus folgenden Strecken:
1. die Nordlinie von Port Louis nach Grand River an der Osikiiste, 50 km, mit der 5,6 km langen Zweigbahn Terre Rouge—Montagee;
Baltzer, Kolonialbahuen. 12